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Widerstand und Aktionen

Beiträge zu konkreten Aktionen und zur Frage, wie Widerstand geleistet werden könnte

Bremer Betriebsräte zur Lage der Jugendhilfe

Arbeitskreis der Betriebsräte und Mitarbeitervertretungen der Bremer Jugendhilfeträger

Stärkt die Kinder- und Jugendhilfe und die Soziale Arbeit insgesamt!

Seit Jahren muss sich die Soziale Arbeit in Bremen dem Spardruck beugen. Immer wieder wird mit Neuorganisationen, Umstrukturierungen und Personalabbau versucht, Kosten zu senken – koste es was es wolle. Einzig menschliche Tragödien stoppen diesen Prozess für eine gewisse Zeit. In den letzten Jahren wurde das Jugendamt wieder zu einer zentralisierten Behörde und soll seit 2014 die Arbeit mit den Bremer Familien/Kinder schrittweise nach Lüttringhaus kosten¬günstig ausrichten. 


Mit den geplanten Veränderungen im SGB soll diese Entwicklung einen neuen gesetzlichen Rahmen bekommen. Die Kritik daran ist vielfältig und trotz der unterschiedlichen Sichtweisen der jeweiligen Professionen stoßen die geplanten Veränderungen auf Unverständnis (Warum jetzt und warum so??) und Ablehnung. Dies lässt sich in den ausführlichen Stellungnahmen nachlesen und soll hier nicht wiederholt werden. 
Bremens Probleme mit der wachsenden Armut, Spaltung und den vielen „abgehängten“ Menschen, der unzureichenden Ausstattung des Bildungsbereiches und des Inklusionsauftrages, der Unterversorgung im KTH Bereich, dem langsamen Verschwinden der Jugendfreizeiteinrichtungen sind für uns und unsere Arbeit bestimmend. Die Aufgaben wachsen –Politik will sparen!

Mit großer Sorge für unsere Kolleg*innen und den von diesen und uns betreuten Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen diskutierten wir die geplanten Änderungen im SGB VIII. Besonders möchten wir auf Inhalte Bezug nehmen, die aus Sicht der Betriebsräte innerhalb der Novellierung Beachtung finden müssen. Aus den uns bis heute bekannten Änderungsabsichten entnehmen wir, dass diese Punkte nicht ausreichend berücksichtigt werden bzw. derart geändert werden sollen, dass sie sich äußerst nachteilig auf das Hilfesystem auswirken. 
Gegen eine weitere Verschlechterung der Versorgung der Kinder und Jugendlichen und deren Familien und gegen eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen stellen wir in den Vordergrund:
- das Hilfeplanverfahren sollte beibehalten werden. Rechtsansprüche auf Leistungen und das Mitwirkungsrecht der Kinder, Jugendlichen, jungen Volljährigen und deren Eltern müssen erhalten bleiben.

- die gesetzliche Definition des Tatbestandes, der Leistungsansprüche begründet, muss hinreichend bestimmt sein.
- es darf keine Benachteiligung tarifgebundener Träger im Rahmen eines kostenorientierten Wettbewerbs geben.
- die Fachöffentlichkeit muss bei der Gesetzesnovellierung einbezogen werden.
- das Leistungsrecht darf nicht abhängig gemacht werden von der Kassenlage der Länder.
- die permanente Überforderung der Kolleg*innen in den Ämtern für Soziale Dienste muss durch eine Fallzahlbeschränkung abgebaut werden.
- notwendige Investitionen in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe müssen angesprochen und getätigt werden. Mindeststandards müssen festgelegt und finanziert sein.
- Schutzregelungen, wie etwa die, dass in Haushalten mit Kindern der Strom nicht abgestellt werden darf, müssen Teil des Gesetzes sein.
- Kinder, Jugendliche und deren Eltern sowie das Fachpersonal brauchen ein starkes Signal, dass unsere Gesellschaft hinter ihnen steht.
Die Kollegen*innen der Betriebsräte und Mitarbeitervertretungen Bremer Träger, die in der Kinder- und Jugendhilfe und Sozialen Arbeit tätig sind, treffen sich regelmäßig. Auf dem Treffen am 20. Oktober 2016 verabschiedeten wir diese Stellungnahme wohl wissend, dass bis heute der angekündigte Referentenentwurf nicht vorliegt. Wir sind der Auffassung, dass derart einschneidende Veränderungen unserer Arbeit auch mit den Kolleg*innen erörtert werden müssen, die diese Arbeit mit dem Klientel verrichten. 
Da heute davon auszugehen ist, dass die Reform in dieser Legislaturperiode nicht mehr angegangen wird, möchten wir für die weitere Diskussion fordern, Novellierungsabsichten die direkten Einfluss auf die Arbeit nehmen auch mit denjenigen zu erörtern, die diese Arbeit verrichten. Mühselige Korrekturen können so im Vorfeld stark eingegrenzt werden.

Betriebsrat des AfJ e.V. Kinder- und Jugendhilfe Bremen
Betriebsrat der Hans-Wendt-Stiftung und der Hans-Wendt gGmbH
Betriebsrat der Caritas Erziehungshilfe gGmbH
Betriebsrat DRK Kreisverband Bremen e.V.
Betriebsrat des SOS-Kinderdorfes Bremen
Betriebsrat Mädchenhaus Bremen e.V.
Betriebsrat reisende werkschule scholen e.V.
Betriebsrat des KRIZ e.V.
Mitarbeitervertretung St. Petri, Alten Eichen, Diakonische Jugendhilfe Bremen (jub), Diakonische Kindertagesbetreuung Bremen (DiKiTa)

INTERNATIONALER TAG DER SOZIALEN ARBEIT 15.03.2016

DBSH Berlin : Kundgebung

Internationalen Tag der Sozialen Arbeit am 15. März 2016

Die Soziale Arbeit hat Grund zu feiern

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. Landesverband Berlin ruft am 15.03.2016 anlässlich des Internationalen Tages der Sozialen Arbeit zur öffentlichen Kundgebung auf.

Feierabendveranstaltung auf dem Alexanderplatz

Auf dem Alexanderplatz an der Weltzeituhr findet von 16.30-17.30 Uhr eine Feierabendveranstaltung statt. Mit Musik, feierlichem Anstoßen und einer öffentlichen Ansprache durch den Landesvorsitzenden Hannes Wolf wird der Wert von Sozialer Arbeit betont. Studierende, Kolleg_innen und Interessierte sind eingeladen, sich zu beteiligen. Alle Anwesenden sind aufgerufen, ein Zeichen zu setzen. Für Gerechtigkeit und eine solidarische Gesellschaft. Für eine starke Soziale Arbeit und den Wert eines jeden einzelnen Menschen.

 

Über den DBSH

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) ist der größte deutsche Berufs- und Fachverband für Soziale Arbeit und damit berufsständische Vertretung für die Fachkräfte der Sozialen Arbeit.

Kontakt: Hannes Wolf, 0152 26 47 22 28, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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Kundgebung am 15.3. um 16.30Uhr
zum Internationalen Tag der Sozialen Arbeit.
Wir feiern den Wert Sozialer Arbeit!
Weltzeituhr - Alexanderplatz.

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.

Aufruf zum Memorandum auf dem Bundeskongress Schulsozialarbeit Dortmund 5.12.15

Wir sind in großer Sorge um die aktuelle bzw. künftige Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe in allen Bereichen. Die einstige Idee des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, den Kindern, Jugendlichen, ihren Eltern und den jungen Erwachsenen auf der Basis eines Rechtsanspruches eine nachhaltige Unterstützung unter fachlich angemessenen und von Kontinuität getragenen Bedingungen zu gewährleisten, wird seid Jahren unter ökonomisierten Bedingungen mit betriebswirtschaftlichen Methoden unterminiert und okkupiert. Das können und wollen wir nicht länger akzeptieren, sowohl für die Menschen, die auf unsere Unterstützung und Begleitung setzen, als auch für uns als Fachkräfte, die sich unter oft prekären Arbeitsbedingungen verausgaben.

Die verantwortlichen PolitikerInnen führen nette Gespräche mit uns, zeigen Verständnis, aber treiben die Neoliberalisierung der Jugendhilfe ohne Wenn und Aber foran. Nun steht eine umfassende Gesetzesnovellierung des SGB VIII/KJHG an, der wir mit erheblicher Sorge entgegensehen.

So kann und darf es nicht weitergehen!!! Das wollen wir der Jugend- und Familienpolitik auf allen Ebenen unmißverständlich sagen. Deshalb:

Unterstützt unseren bundesweiten Aufruf des „Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit“ zum Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe. Und verteilt diesen Aufruf in Euren Netzwerken weiter. Wir brauchen jede Stimme, um Druck auf die Politik auszuüben. Bitte zeichnet ihn im Netz mit unter

 www.memorandumjugendhilfe.de

 

Wir danken Euch für die Unterstützung!

Im Namen des Bündnisses

Matthias Heintz

www.buendnis-jugendhilfe.de

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Was macht eigentlich das Memorandum Jugendhilfe?

Transparent  Nach gut zwei Monaten  lohnt ein erneuter Blick auf die Entwicklung und das Zwischenergebnis der Petition.

Mit dem heutigen Tag haben wir 770 Unterschriften, davon ca. 10 aus der Schweiz bzw. aus Österreich. Die Schwerpunkte innerhalb Deutschlands liegen in Berlin, NRW, Niedersachsen und Hessen. Inzwischen sind außerdem wirklich alle Bundesländer einbezogen.
Anonym unterschrieben haben 19%. 
Es gibt 94 Kommentare von Unterzeichnern.

Sind wir als Ausrichter der Petition zufrieden?
Ich möchte erst mal allen danken, die uns ihr Vertrauen geschenkt und die Petition unterschrieben haben und wir haben uns über die vielen Kommentare gefreut. Wir danken ebenso allen, die durch das Weitersenden des Aufrufes oder durch Mund zu Mund Propaganda andere auf die Petition aufmerksam gemacht haben. Danken möchten wir auch für die Anregungen zu inhaltlichen wie technischen Fragen unseres Aufrufes.

Aber zufrieden sind wir nicht. Mit dieser Zahl werden wir bei der herrschenden Politik noch keinen Eindruck machen. Dafür müssten es schon mehrere Tausend KollegInnen sein.(Das bei der Petition angegebene Ziel von 12 000 ist natürlich unrealistisch. Hätten wir 5000 angegeben, dann hätten wir bisher immerhin 15% – vielleicht sollten wir das ändern, den 15% macht mehr Mut als 1%!). 
Aber dennoch- sind wirklich nur 770 Leute aufzutreiben, die von den aktuellen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe die Nase voll haben und bereit sind. sich mit uns dafür einzusetzen, dass grundlegende Veränderungen durchgesetzt werden? Wohl kaum.
Ich denke, es gibt noch viele, die bisher nicht unterschrieben haben, die es aber täten, wenn sie auf dieses Memorandum aufmerksam gemacht worden wären. Die Frage steht: wie erreichen wir sie noch?  
Ich denke, es gibt auch noch viele, die irgendwann mal vor hatten, zu unterschreiben, die dann aber nicht mehr daran gedacht haben. Die Frage ist, wie schaffen wir es, den Leuten die Wichtigkeit dieser Petition besser zu verdeutlichen?

Wir wissen, dass es auch KollegInnen gibt, die gerne unterschrieben hätten, die sich aber an dem einen oder anderen Punkt des Memorandums gestoßen haben. Wir würden das gerne mit ihnen diskutieren! 
Natürlich ist unser Aufruf auch erst mal nur ein Versuch, das zu formulieren, was uns auf der Seele brennt. Da wird mancher Aspekt fehlen oder manches auch schief oder unverständlich ausgedrückt sein. Lasst ihn uns verbessern und schärfen, verständlicher machen und nachvollziehbarer. 
Manchem fehlten konkrete Forderungen oder auch konkrete Beispiele. Lasst uns gemeinsam dieses Memorandum untersetzen und für den Alltag präzisieren!
Wir verstehen unseren Aufruf nicht in erster Linie als reine Petition, also als Stimmensammlung, die wir dann der Politik präsentieren könnten. Viel wichtiger ist uns, dass dieser Aufruf diskutiert wird, das kritische Menschen der Kinder- und Jugendhilfe dadurch zusammen finden, dass Leute, die das Gleiche erreichen wollen, ihre  Positionen austauschen und zusammen Strategien entwickeln.
Es gibt in der Petition den Menüpunkt “Debatte”. Die wird bisher leider nicht geführt. Das wäre ein Ort, unterschiedliche Sichtweisen und Vorstellungen zu diskutieren, Fragen zu stellen und eine lebendige Auseinandersetzung in Gang zu setzen. Wir werden versuchen, eine solche Debatte in Gang zu bringen.

Wir möchten gerne im nächsten Spätherbst eine Tagung zur Kinder- und Jugendhilfe  veranstalten. Dort sind natürlich auch unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen gefragt, ebenso Erfahrungen aus der Praxis aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern und Regionen.
Wer sich dort oder auch schon in der Vorbereitung engagieren möchte, kann sich bei uns melden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
Möglicher weise kommen wir auch direkt auf einige von den UnterzeichnerInnen zu, um anzufragen, ob sie nicht Lust hätten in diesem Zusammenhang selbst aktiv zu werden. 

in jedem Fall:
weiter trommen, weiter informieren, weiter diskutieren, unterschreiben!!!

Bündnis Kinder- und Jugendhilfe -
für Professionalität und Parteilichkeit

"Weiße Fahnen“ im Abgeordnetenhaus Berlin

Bericht von Richard über die erfolgreiche Aktion  am 6.11. in Berlin:

 Weiße Fahnen“ im Abgeordnetenhaus Berlin. Aufgefallen und Gespräch erwirkt!

 "Am 6.11. gab es die 1. Lesung des Haushaltes 16/17 im Abgeordnetenhaus. 

 Wir waren vor Ort und durch weiße T-Shirts gut erkennbar. Am Rande der 

 Haushaltsberatungen kam es zum Gespräch mit Fr. Senatorin Scheeres, 

 ihrer Staatssektretärin Fr. Klebba und der zuständigen 

 Abteilungsleiterin in der Senatsverwaltung Fr. Fussan.


 Wir konnten unseren Forderungen Nachdruck verleihen und sind zum 

 Austausch in die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft 

 eingeladen worden. Diese Einladung werden wir gerne annehmen."


DBSH Berlin: Aufruf: Jugendhilfe ins Abgeordnetenhaus!

Der DSHB Berlin schickt uns folgenden Aufruf:

Liebe Kolleg_innen,

am 6. und 25. November wird im Hauptausschuss des Abgeordnetenhaus über den Haushalts 2016/2017 für „Jugend“ beraten.

Dort wird es u.a. auch um die Personalausstattung der Jugendämter und damit die Arbeitsfähigkeit der gesamten Berliner Jugendhilfe gehen.

Die Sitzungen sind öffentlich und beginnen i.d.R. um 10 Uhr. Sofern wir vorher eine genau Uhrzeit wissen – werden wir sie auf unserer Homepage www.dbsh-berlin.de veröffentlichen.
Wir rufen dazu auf – solidarische Präsenz zu zeigen. Wir werden weiße T-Shirts tragen, als Symbol für die „Weißen Fahnen“, die die Kolleg_innen diesen Juli bereits zum zweiten Mal aus den Fenstern hängten. Kinderschutz braucht Zeit und Geld und freie Träger der Jugendhilfe als verlässliche Partner, die die Zeit haben passgenaue Unterstützung für Adressat_innen zu initiieren.

Mehr Hintergrundinformationen, Stellungnahmen und Erklärungen haben wir online (link) zusammengestellt.

Abschließend müssen wir darauf Hinweisen, das die Hausordnung des Abgeordnetenhauses keine Transparente, Flugblätter, sowie Zwischenrufe erlaubt. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit kollegialen Grüßen, Hannes Wolf

Memorandum Jugendhilfe: Stand nach 3 Tagen

Bis jetzt (also 3 Tage nach Start auf der openpetition-Seite) des Aufrufes zu einem Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe vom Bündnis Kinder- und Jugendhilfe - für Professionalität und Parteilichkeit gibt es folgende Zwischenergebnisse:

  • 125 UnterzeichnerInnen
  • verteilt auf alle Bundesländer (!)
  • Schwerpunkte: Berlin, Hamburg, NRW
  • 16 % der UnterzeichnerInnen haben anonym unterschrieben

Das ist erst der Anfang. Unterschreibt alle!

Schickt die Petition (https://www.openpetition.de/petition/online/bundesweites-memorandum-jugendhilfe ) an eure Netzwerke.

Brecht auf diese Weise das Schweigen, das bei den KollegInnen in den Einrichtungen, Ämtern und bei den freien Trägern herrscht. Hier könnt ihr (wenn es sein muss eben auch anonym) eure Meinung zur gegenwärtigen Lage in der Kinder- und Jugendhilfe deutlich machen und euren Protest loswerden. 

Natürlich ist das Problem mit einer Unterschriften liste nicht erledigt. 
2016 wird das Bündnis eine Tagung veranstalten zum Thema "Dekonstruktion der Kinder- und Jugendhilfe", zu der ihr alle schon mal eingeladen seid!

Wer Lust hat, daran anktiv mitzuwirken, melde sich entweder hier bei info@einmischen.de oder direkt bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !

Auf der BUKO ab übermorgen ist das Bündnis mit einem eigenen Stand vertreten und es werden Flugblätter und Flyer mit dem Memorandum selbst verteilt.
Workshop 125 (Brauchen wir noch eine ambulante Hilfe?) befasst sich mit dem Thema des Memorandums.

Aufruf zu einem Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe

Das Bündnis Kinder- und Jugendhilfe - für Professionalität und Parteilichkeit  (www.buendnis-jugendhilfe.de) wehrt sich bereits seit geraumer Zeit mit aller Kraft gegen die Fehlentwicklungen in der bundesweiten Jugendhilfe. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, mit diesem Aufruf ein deutliches Zeichen zu setzen und bitten um die Weiterleitung des Aufrufes für das Memorandum (www.memorandumjugendhilfe.de).

Das, was in der Kinder- und Jugendhilfe derzeit passiert, wird von der (Fach)-Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen. Deshalb ist es aus unserer Sicht wichtig, alle kritischen Kräfte auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen und zur Gegenwehr aufzurufen.
Seinerzeit wurde mit dem KJHG von 1990 entsprechend der politischen und fachlichen Kritik an der Kontroll- und Eingriffsorientierung des vorherigen Jugendwohlfahrtsgesetzes ein Angebote- und ‘Leistungsgesetz’ für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern geschaffen, das ausdrücklich auf Unterstützung und Hilfsangebote setzt. Dieser bedeutsame Paradigmenwechsel in der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland wird nun systematisch durch die Ökonomisierung zerstört. Die Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen werden ständig problematischer. Überlastung durch zu hohe Fallzahlen und der Zwang zu Arbeitsmethoden, die nicht sozialer Beziehungs-Arbeit entsprechen, führen zu unerträglichen Arbeitsbedingungen, die man u. a. am hohen Krankenstand ablesen kann. Darüber hinaus greift eine zunehmende Deprofessionalisierung um sich. Bei den Betroffenen kommen sehr oft unzureichende Hilfe, ungeeignete, aber billigere Angebote oder auch gar keine Hilfen an.

Was derzeit in der Kinder- und Jugendhilfe stattfindet, ist im Kleinen übrigens genau das, was den gesamtgesellschaftlichen Prozess der Entmündigung, Entdemokratisierung und Vermarktung widerspiegelt.

Wer sich diesem Memorandum anschließen möchte, der unterschreibe bitte auf unserer Webseite (http://www.memorandumjugendhilfe.de) und leite diese Mail innerhalb seiner Netze weiter.

Für 2016 planen wir einen Fachtag zur aktuellen Lage der Kinder- und Jugendhilfe, auf dem wir mit PraxisvertreterInnen, mit der sonstigen  Fachöffentlichkeit und VertreterInnen der Wissenschaft die im Memorandum angesprochenen Fragen bearbeiten und eine gemeinsame Strategie für die weiteren fachpolitischen und politischen Schritte  erarbeiten möchten.

Wer sich in unsere Arbeit aktiv einbringen will, kann hier einen Kommentar schreiben oder uns über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anschreiben. Vielen Dank!

für das Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit

Mechthild Seithe

Aufruf zum Memorandum