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Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe gefordert

Aufruf zu einem Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe

In der kommenden Woche findet die diesjährige Jugendministerkonferenz statt. Man wird dabei u.a. wieder einmal über die "Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung" sprechen und dabei in Wirklichkeit ihren Ausverkauf planen (ausführliche Informationen zur Thematik : Buch: "Ambulante Hilfe zur Erziehung und Sozialraumorientierung von Seithe und Heintz,2014 (kostenlos downladen beim Budrich Verlag)  und der Artikel: "Dekonstruktion der Kinder- und Jugendhilfe in Sozial Extra 2/15 von den selben AutorInnen).

Das Bündnis "Kinder- und Jugendhilfe - für Parteilichkeit und Professionalität" hat seit mehreren Jahren die Jugend-Ministerkonferenzen und die vorbereitenden Arbeitsgruppen mit Mahnwachen begleitet. Obwohl wir bei diesen Mahnwachen oft nicht sehr viele waren, scheinen die Damen und Herren vor unserem Auftritt ordentlich Respekt zu haben, denn sie schotten sich mehr und mehr ab und haben in den letzten Treffen ihren Tagungsort durch die Hintertür betreten. Wir standen am vorderen Eingang. 

Dieses Jahr jedenfalls tagt man im Saarland, in einem Städtchen an der Luxemburgischen Grenze namens Perl, das nur sehr schwer zu erreichen ist und das niemand kennt. Im Netz war über den Ort und die Zeit der Ministerkonferenz nichts zu erfahren. Unsere Mahnwache wird jedenfalls vor Ort sein. Der saarländische DBSH und so hoffen wir auch die Gewerkschaften werden unsere Aktion unterstützen.

Das Bündnis wird vor Ort dem MinisterInnenkreis eine Aufforderung zu einem Memorandum überreichen, das von den Verantwortlichen, statt dass sie immer weiter mit offenen Augen in die Ökonomisierung und Vermarktlichung hineinrutschen,  ein Nachdenken und Neudenken in der Kinder- und Jugendhilfe fordert.  

Das Bündnis plant, in einer großen Aktion zusammen mit verschiedenen politischen und fachlichen Organisationen und Einzelkämpfern für eine humanistisch orientierte Kinder- und Jugendhilfe auf diesen Aufruf aufmerksam zu machen und für ihn zu werben. 
Es geht darum, sich im Rahmen der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe nicht länger instrumentalisieren zu lassen, sondern Klartext zu reden. Das Bündnis fordert ein grundsätzliches Umdenken in der Kinder- und Jugendhilfe, aber ebenso in der Sozialen Arbeit, im Gesundheitswesen, in der Bildung und insgesamt in allen gesellschaftlichen Bereichen und möchte so auch die Öffentlichkeit über die Hintergründe und Folgen gegenwärtiger neoliberaler Politik aufklären.

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