Bitte meldet Euch an, da Beiträge und Kommentare nur von angemeldeten Nutzer_innen verfasst werden können.

Anmelden

Widerstand und Aktionen

Beiträge zu konkreten Aktionen und zur Frage, wie Widerstand geleistet werden könnte

Kinderschutz braucht Zeit und Geld! Aktion "Überlastung(s)anzeigen"

IMG 3928

Ca. 200 Kolleg:innen aus den RSDs und verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe versammelten sich am Freitag, den 28.11. vor der Senatsverwaltung, um der Staatssekretärin für Jugend und Familie Siegrid Klebba 200 Überlastungsanzeigen aus den Berliner Jugendämtern zu übergeben.

Die Stadträte der Bezirke, die zu einer gemeinsamen Sitzung im Senat gekommen waren, waren zur Übergabe der Überlastungsanzeigen ebenfalls dabei. Frau Klebba bedankte sich für den Protest und betonte, dass "nur gemeinsam eine Veränderung der Personalsituation möglich sei". Was das genau bedeutet blieb unerklärt.
 

IMG 3931

Von den Demonstrierenden wurde erneut eindringlich gefordert, dass unverzüglich etwas an der jetzigen Situation geändert werden muss.

Die Geduld ist zu Ende! Kinderschutz braucht Zeit und Geld. Um die fachlichen Anforderungen einer sozialpädagogisch qualifizierten Arbeit zu erfüllen, braucht es eine angemessene Personalausstattung - im RSD und in allen Bereichen die für den Schutz von Kindern und Jugendlichen zuständig sind und sich um ihr Wohlergehen kümmern!

IMG 3932

 C Fotos: BK einmischen.com

Rede und Soli_Flugblatt zur Demo vom UFo


Ironie des Sozialarbeiter:innen-Schiksals?

- oder Konsequenz aus der seit Jahren finanziell und personell an die Belastungs- und Fachlichkeitsgrenze gesparten Kinder- und Jugendhilfe, scheint die Berichterstattung in der Abendschau des RBB am selben Abend über ein schwer misshandeltes Baby in Pankow zu sein. Der Bericht lässt zwar eine RSD-Mitarbeiterin zu Wort kommen, die am Morgen während der Demo sehr deutliche Worte zu den unhaltbaren Zuständen fand, und auch die Bezirksstadträtin, die auf die desolate Situation in den Jugendämtern hinwies, aber als "Expertin" wurde dann wieder eine Kriminalhauptkommissarin des LKA ins Studio zum Interview eingeladen...

RS BK

 



Bericht zur Tagung !"Einmischen- Strategien und Gegenwehr"

Tagungsrückblick

2. Berliner Arbeitstagung kritische Soziale Arbeit

"!Einmischen-Strategien und Gegenwehr"

IMG 3759

Mit etwas Abstand und nach Auswertung der Evaluationsbögen und vielen Diskussionen, können wir heute den Bericht zur Tagung vorlegen, so wie er der Presse und der Zeitschrift sozial extra zugegangen ist. 

Das Unabhängige Forum kritische Sozialarbeit hat im Oktober 2014 die 2. Berliner Arbeitstagung veranstaltet, bei der  ca. 220 SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen engagiert nach Wegen suchten, wie sie sich gegen neoliberale und ökonomisierte Bevormundung, Zwänge und eine Verflachung ihrer Arbeit  zur Wehr setzen könnten.

Zu der Veranstaltung kamen TeilnehmerInnen aus vielen Teilen Deutschlands sowie einige aus Österreich und der Schweiz. Vertreten waren die unterschiedlichsten Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit sowie PraktikerInnen, Studierende und WissenschaftlerInnen. Es gab viele junge KollegInnen, viele BerufsanfängerInnen, aber die anderen Altersstufen waren zahlreich vertreten.
Gerade diese Vielfalt auf allen Ebenen ermöglichte einen breiten, freien Erfahrungs- und Meinungsaustausch, der von den BesucherInnen als befruchtend erlebt wurde und für eine gute Stimmung sorgte. Über die Diskussionsforen hinaus wurden  überall und bis in die späten Abendstunden hinein Gespräche in kleinen und größeren Gruppen geführt, Adressen wurden ausgetauscht, Verabredungen getroffen, Pläne geschmiedet, Vernetzung und Aktionen geplant.

draußen klein

Die Tagung fand in einer lebendigen, engagierten aber auch nachdenklichen Atmosphäre statt. TeilnehmerInnen äußerten sich glücklich über die Offenheit, Solidarität und gegenseitige Ermutigung. Wünschenswert gewesen wäre mehr Zeit für mehr gesellschaftspolitische Diskussionen und eine vertiefte Hinterfragung der sozioökonomischen Hintergründe.

Austausch und Diskussionen drehten sich vor allem um die prekäre und fachlich problematische Arbeitssituation, in der sich die meisten KollegInnen befinden. Es zeigte sich, dass es zwar auch Arbeitsbereiche und Einrichtungen gibt, in denen KollegInnen frei und fachlich selbständig arbeiten können, aber mehrheitlich gab es viel Kritik:

    • Die Anwesenden teilen miteinander die Kritik an den massiven Sparmaßnahmen im Sozialen Bereich.
    • Viele Kolleginnen leiden unter fachlichen Übergriffen von Politik und Verwaltung und den immer weiter ausgedehnten Dokumentationsverpflichtungen, bei gleichzeitiger Abnahme der Zeit für die AdressatInnen, die nicht nur die MitarbeiterInnen in der Praxis, sondern auch die freien und öffentlichen Träger ökonomisch wie inhaltlich in Anpassungsdruck bringt.
    • SozialarbeiterInnen sind empört darüber, dass sie ihrer fachlichen Selbstständigkeit beraubt, dass ihre fachlichen Begriffe verdreht und mit betriebswirtschaftlichen Inhalten gefüllt werden.
    • SozialarbeiterInnen fürchten darum, dass sie durch diese fortschreitende Deprofessionalisierung und Instrumentalisierung keine gute Arbeit mehr leisten und so ihren Beruf nicht mehr im Interesse ihrer AdressatInnen ausüben können.

In Vorträgen (u.a. Frigga Haug und Inge Hannemann) gab es Nachdenkenswertes, interessante Beispiele und auch konkrete Anregungen. Die Rednerinnen machten Mut und gaben Anstöße dazu, sich nicht länger mit den gegebenen Verhältnissen zu arrangieren sondern sich zur Wehr setzen.

Frigga Haug klein

Im Rahmen der 11 gut besuchten Workshops wurden Überlegungen angestellt, wie es gelingen kann,  die oft unhaltbaren Zustände öffentlich zu machen,  sich zu organisieren und zusammen zuschließen um gemeinsam Strategien zu entwickeln, dem Mainstream zu widerstehen, falschen Aussagen zu widersprechen und sich gegen Zumutungen zu wehren. 

orkshop 5 p

In jedem Workshop gingen die TeilnehmerInnen von einen konkreten Praxisbeispiel der Gegenwehr aus und entwickelten daran weitere Ideen und neue Strategien.

Workshop 6 p

In dem Workshop „Kritische Soziale Arbeit als Thema an der Hochschule - Die kritische Wissenschaft an der Seite der kritischen Praxis?!“ diskutierten Vertreterinnen der Wissenschaft Soziale Arbeit über ihre Isolation als kritische WissenschaftlerInnen im Wissenschaftsbetrieb. Sie waren dem Ruf gefolgt, sich als WissenschaftlerInnen mit den Vertreterinnen der Praxis zusammenzusetzten und über gemeinsame, widerständige Wege zu diskutieren. Der Schritt zur Solidarität mit der kritischen Praxis wurde angestoßen und viele TeilnehmerInnen der Workshops möchten diesen Weg weiterverfolgen.

Workshop 8 klein .IMG 7598

 

 

Die 11 Workshops befassten sich mit unterschiedlichen Themen:

 

    • zum Beispiel mit der kritischen Lage im Allgemeinen Sozialen Dienst der Jugendämter und den Erfahrungen der Berliner KollegInnen mit ihrer Protestaktion.
Workshop 2 klein
    • mit Whistleblower-Projekten, durch die man Öffentlichkeit über die Missstände informiert.
    • Besprochen wurden die Möglichkeiten, durch Ombudsarbeit die Rechte der KlientInnen in der Jugendhilfe besser zu schützen.
    • Andere Workshops thematisierten die Fragen, wie weit man heute parteilich für die Klientel der Kinder- und Jugendhilfe oder der Wohnungslosenhilfe agieren kann oder welche Versuche und Strategien es gibt, sich gegen die aktuellen Zwängen und Kürzungen in der  Erziehungshilfe zu wehren.
    • EinzelfallhelferInnen und sozialpädagogische FamilienhelferInnen diskutierten über ihre äußerst prekäre Situation und suchten nach Wegen, sich untereinander besser zu vernetzen und zu organisieren.
    • Das Bremer Bündnis stellte ein Projekt vor, das Solidarität über die Soziale Arbeit hinaus praktiziert und mit regionalen, kreativen Protestaktionen auf die Lage im sozialen Bereich aufmerksam macht. 
    • Die bisher erfolgreiche Protestbewegung gegen die drohende Abrechnungssystematik in der Psychiatrie (PEPP = Pauschalierendes Entgeltsystem Psychiatrie u. Psychosomatik) wurde vorgestellt und erweckte großes Interesse.
    • Studierende schmiedeten Pläne, wie sie ihre prekäre Situation als unbezahlte PraktikantInnen verändern könnten.

Für viele waren die neoliberalen und neoautoritären gesellschaftlichen Tendenzen als Ursache der Problematik deutlich erkennbar. Im Vordergrund stand bei den meisten jedoch zunächst der dringende Wunsch, eine gute Soziale Arbeit leisten zu können und zu dürfen. Dass das letztlich erst möglich sein wird, wenn es gelingt, die Ökonomisierung und das Warenverständnis von Menschen wieder aus der Sozialen Arbeit zu vertreiben, war allen klar. Deshalb wurde deutlich herausgearbeitet, dass solche Veränderungen nur mit Ausdauer und mit viel Engagement und zusammen mit Gleichgesinnten erreicht werden können.

Fazit:

Die Tagung hat begeistert mit ihrem breiten und vielfältigen Erfahrungsaustausch und ihrer solidarischen und offenen Atmosphäre und sie hat vielen wieder Mut gegeben zu dem Entschluss, nicht länger zu schweigen oder sich anzupassen. 

Das Bedürfnis nach einer stärkeren Vernetzung ist deutlich geworden und könnte konkret umgesetzt werden.. Die Wichtigkeit der Organisation von SozialarbeiterInnen im Rahmen der Interessenvertretungsorgane wurde immer wieder angesprochen und eingefordert.

Alle waren sich einig, dass in der und für die Soziale Arbeit sowie für ihre Klientel etwas geschehen muss und dass wir das gemeinsam anpacken und voranbringen können. Die Tagung war ein wichtiger Schritt dazu. Dieser Prozess sollte fortgesetzt werden, darin waren sich alle einig. Eine Teilnehmerin brachte es so auf den Punkt: "Schön war's! Vielen Dank! 2015 gibt es hoffentlich die 3.Berliner Arbeitstagung kritische Soziale Arbeit!“

 Eingang Pumpe klein

 Zu gegebener Zeit werden wir eine Dokumentation zur Tagung herausgeben. Dazu brauchen wir noch Notizen, Protokolle, Fotos, Berichte der WorkshopleiterInnen und Texte der Vorträge. Bitte denkt daran, uns das Material zuzusenden! Danke

1. Schnellbericht: Tagung: !Einmischen -Strategien und Gegenwehr

Das war sie also, die                                                    Spirale-ganz-klein

2. Berliner Arbeitstagung kritische Soziale Arbeit:

! Einmischen – Strategien und Gegenwehr
10. und 11. Oktober 2014 in Berlin

"Schön war's bei euch! Danke schön & bis bald!"

"Vielen Dank! 2015 wäre klasse - gerne auch informelles Treffen, wenn der Organisationsaufwand zu groß ist füe eine 2. Tagung gleich im nächsten Jahr."

Dies sind zwei Bemerkungen von TeilnehmerInnen aus den zahlreich eingegangen Rückmeldebögen zu unserer Tagung, die gestern Abend beendet wurde. 

.

beim Vortrag klein

.

Der erste Eindruck:

  • eine quirlige Menge von hochengagierten und reflektierten TeilnehmerInnen aus Praxis, Wissenschaft und Studium,
  • lebendige, ergebnisorientierte, aber auch nachdenklich Workshops,
  • Vorträge, die Impuse für das weitere Nachdenken und für das konkrete Widersprechen und eine direkte Gegenwehr gaben,
  • interessante Gäste, z.B. Inge Hannemann und Frigga Haug,
  • Austausch,Gespräche, Kontakte Knüpfen und Vernetzen wo man nur hinsah,

.

Gespräche wo man hinsieht klein

.

  • gemütliche und spannende Gespräche am langen Abend bei milder Luft,

.

Abenstimmung  klein

.

  • Verabredungen und konkrete Pläne für die nächsten Monate,
  • eine ermutigende Tagung, die die vorhandenen Ressourcen unserer Profession zum Widerstand deutlich machte...

Natürlich gab es auch kleine Pannen und Kritik. Damit werden wir uns in der nächsten Zeit intensiv auseinandersetzen.

Unser Dank gilt
  • den MitarbeiterInnen der Pumpe und der Gastronomie für die große Unterstützung, die leckeren Aufläufe und den reibungslosen Ablauf!
  •  Ein großes Dankeschön auch allen WorkshopleiterInnen und Rednerinnen!
  • Und vor allem auch danke allen "UFos", die diese Tagung hochengagiert vorbereitet und mit einem unglaublichen Einsatz durchgeführt haben. 
    Da soll jemand sagen: Politische Arbeit mache keinen Spaß! Danke!

Wir werden uns bemühen, wieder eine ausführlich Tagungsdokumentation zu erstellen und zugänglich zu machen.

Am 19. November um 19.00 Uhr trifft sich das UFo in Berlin im "Laika"(Neukölln, Emserstr. 31) und läd alle herzlich ein, die zu uns stoßen aber ebenso die, die sich erst einmal nur informieren wollen.

Berichte und Auswertungen der Tagung folgen - im Vorfeld der Dokumentation -  in den nächsten Wochen hier im Blog.

 

 

Refugees und UnterstützerInnen besetzen Kirche in Kreuzberg

Obdachlose Refugees haben jetzt die Thomaskirche am Mariannenplatz
besetzt. Wir bleiben hier! Support gewünscht!


https://linksunten.indymedia.org/de/node/122284

Gegen 19 Uhr haben ca 120 Refugees und Unterstützerinnen die Thomas-Kirche am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg besetzt. Viele Refugees sind obdachlos seit dem Vertragsbruch des Berliner Senats. Deshalb wurde jetzt die Kirche besetzt. Bisher ist alles ruhig, Verhandlungen mit der Kirchenleitung finden statt. Unterstützung erwünscht!

PM der Refugees und UnterstützerInnen:
Berlin, den 11.09.2014 Soeben haben ca. 120 Refugees und UnterstützerInnen die Thomas-Kirche am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg besetzt, um zu bleiben.

Anlass ist die Forderung des Senates an die Refugees vom O-platz und aus dem Refugee Strike House, der Schule, sich abschieben zu lassen. Die Vereinbarung, die mit ihnen geschlossen wurde und für die sie den O-Platz abgebaut hatten, war vom Senat nur benutzt worden, um den Protest zu brechen und alle wieder in die Vereinzelung zu schicken, unter menschenunwürdigen Bedingungen in Lagern zu halten oder ganz abzuschieben. Abgeschoben in Länder, aus denen Deutschland Gewinne einfährt, ob aus Rohstoffen oder aus Kriegen. Der vermeintlich industrielle Wohlstand Europas, nimmt den Tod vieler tausender Geflüchteter in Kauf. Die “europäische Flüchtlingspolitik” möchte genau damit nicht konfrontiert werden.

Weiterlesen: Refugees und UnterstützerInnen besetzen Kirche in Kreuzberg

Bundesweite Kampagne von Erwerbslosengruppen

Aktuelles aus dem Newsletter von Harald  Thomé vom 30.7.14:

Bundesweite Kampagne von Erwerbslosengruppen:
AufRECHT bestehen: Kein Sonderrecht im Jobcenter!

==========================================================================
Über 60 Erwerbslosenorganisationen rufen zu der Kampagne „AufRECHT bestehen: Kein Sonderrecht im Jobcenter!“ auf. Zwischen dem 22. September und dem 2. Oktober soll mit gemeinsamen, phantasievollen und auf konkrete Erfolge ausgerichtete Aktionen auf die Missstände in den Jobcentern hingewiesen werden. Außerdem soll ein erster Protestakzent gegen die geplanten Verschlechterungen im Rahmen der so genannten „Rechtsvereinfachung im SGB II“ gesetzt werden. 
Am 2. Oktober soll ein bundesweiter Aktionstag werden – ein erster, vorläufiger Höhepunkt der Aktivitäten im Herbst.
Nähere Infos dazu unter: http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/1695/

Ich kann dazu nur sagen, Los Leute, bewegt euch und plant was! 

Emden: Ergebnisse der Tagung Tagung Widerstand gegen die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

Vom 12. bisa 14. Juni hat in Emden an der FH Emden/Leer eine spannende Tagung stattgefunden:

Titel: 

Widerstand gegen die Ökonomisierung
der Sozialen Arbeit, der Pädagogik und
des Gesundheitsbereiches – WAS TUN?!

Auf dieser Seite können die Vorträge nachgelesen werden

Recht auf Unbehagen

Wenn Herr Snowden die Wahrheit sagt, sind alle schockiert und empört.

Wenn SozialarbeiterInnen sagen, unter welch unmöglichen Bedingungen heute Soziale Arbeit gemacht werden muss, dann schütteln alle die Köpfe und sagen:  "Die jammern und lamentieren ja nur!!!" 

Unbehagen zu empfinden und es auszusprechen ist kein Zeichen von Unfähigkeit, Ohnmacht oder Schuldgefühlen. Es ist ein Zeichen für eine wache Empörung über Unrecht, Betrug, Verleumdung und Entwertung. 

Menschen haben ein Recht auf Unbehagen

„Sieh doch nicht alles so negativ!“ „Jammer doch nicht ständig!“ „Sieh doch auch mal, was auch gut läuft!“ Das ist die Botschaft, die alle diejenigen, die kritisch denken und unter Zumutungen leiden und dies auch deutlich machen, tagtäglich von KollegInnen, von Vorgesetzen, aber auch durch Medien und PoltikerInnen zu hören bekommen: „Denke positiv!“

Und wer sich nicht daran hält, macht sich das Leben unnötig schwer, verdirbt allen den Spaß, und ist ein Miesmacher! So wie es uns die Politik und selbst unsere eigenen FachvertreterInnen nicht selten vormachen, sollen auch wir einfach nur nach vorne schauen, uns nicht mit Problemen belasten, eben positiv denken!

Dies alles ist als Versuch zu werten, Kritik abzuwehren, ihre Berechtigung von vorneherein anzuzweifeln und in eines negatives Licht zu stellen. Es ist außerdem der Versuch, die Menschen daran zu hindern, die Dinge, die sie als falsch, problematisch und vielleicht sogar als unzumutbar erleben, auszusprechen und zu kommunizieren. Es wird von ihnen statt dessen erwartet, dass sie das alles für sich behalten, weg sehen, vergessen und am besten verdrängen. Und leider ist dieses Tabu in allen Köpfen. Es ist einfach nicht in und nicht modern, Kritik zu üben, schon gar nicht an Dingen, die man selbst gar nicht ändern kann. 

Wollen wir kritisch bleiben und Widerstand ernstnehmen, so müssen wir uns immer wieder vom dem Ansinnen, doch bitte positiv zu denken, befreien und uns klar machen: Wir haben ein Recht auf unser Unbehagen und es gibt verdammt viel Grund dafür: Wir „jammern nicht: Wir nennen die Dinge beim Namen!“

ms

Präkeres Praktikum zum Frühstück

Hallo Ihr Lieben vom Netzwerk "Prekäres Praktikum"!

So muss es sein: Man schaltet am verregneten Sonntag Morgen das Radio an und kann nur staunen:

Das ist man mitten in einer Reportage zum "Netzwerk prekäres Praktikum". Da hat mir das Frühstück gleich besser geschmeckt und die fehlende Sonne kam trotzdem bei mir an!

Herzlichen Glückwunsch an Euch: eine recht gute Sendung, finde ich, sehr informativ, verständlich und nachvollziehbar.  Danke natürlich auch an die MedienvertreterInnen!

Ich freue mich auf Euren Workshop im Oktober auf der UFo Tagung.

Vielleicht kann eine/r von Euch hier im Kommentar den Link zum Nachhören ergänzen?!