Bitte meldet Euch an, da Beiträge und Kommentare nur von angemeldeten Nutzer_innen verfasst werden können.

Anmelden

Demonstranten von Polizei übel behandelt

Nein, ich meine nicht Ankara oder Istanbul. Davon hören wir immer wieder. Ich meine Frankfurt a. Main vor wenigen Tagen, 1.6.2013.

Über die brutale Beandlung von Menschen in Deutschland, die ihr Recht auf Demonstration wahrnehmen, verlieren die Medien bei uns kaum ein Wort.
Unsere SozialarbeiterInnen-Demonstrationen in Berlin, zu der immer hin 1000 SozialarbeiterInnen und bei -4 Grad Celsius noch mal 600 KollegInnen gekommen waren, wurde  eisern und wie verabredet geschwiegen. Wofür muss man hier eigentlich demonstrieren, wenn man beachtet und auch noch wie Menschen mit demokratischen Rechten behandelt werden will? Ich mag es mir nicht ausmalen!

Dem Forum wurde von Manfred Baberg (attac)  folgende Stellungnahme zu diesen Ereignissen zugeschickt:

Am Samstag, den 1. Juni 2013, wurde die Blockupy-Demonstration durch einen völlig unverhältnismäßigen und brutalen Polizeieinsatz jäh beendet. An einer offensichtlich im Vorfeld festgelegten Stelle wurde einer der teilnehmenden Blöcke grundlos und rabiat vom Rest der Demonstration getrennt, knapp 1000 Menschen eingekesselt, über neun Stunden festgehalten und immer wieder mit Pfefferspray, Tritten und Schlägen drangsaliert. Davon waren sogar viele Journalist_innen betroffen, die Pressefreiheit wurde massiv eingeschränkt. Die Demosanitäter gehen von mindestens 320 Verletzten aus – zum großen Teil Augenverletzungen durch Pfefferspray, aber auch schwere Kopfverletzungen durch Schläge.

Mit diesem Kessel sollten die Menschen im Block kriminalisiert und die gesamte Demonstration diskreditiert werden, er sollte zur
Sollbruchstelle innerhalb des Blockupy-Bündnisses gemacht werden:

Alle anderen Blöcke, so die polizeiliche Ansage, dürften ungehindert
weiterziehen; allein der gekesselte Block müsse bleiben. Doch diese
Rechnung ging nicht auf. Gegen Polizeigewalt und die Einschränkung
demokratischer Grundrechte setzten die Demonstrationsteilnehmer_innen ihre Solidarität und blieben beim Kessel.

Wir sind empört über die Schamlosigkeit, mit der das Land Hessen in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt versucht, die Demonstration in harmlose Bürger_innen auf der einen und angeblich Gewaltbereite auf der anderen Seite zu spalten. Wir betonen: Die Grenze verläuft nicht innerhalb der Bewegung, sie verläuft nicht zwischen verschiedenen Demoblöcken. Die Grenze verläuft zwischen denen, die für ein Ende der Verarmungspolitik der Troika kämpfen und denen, die diese Politik hemmungslos durchsetzen und Widerstand von der Straße prügeln lassen.

Auf der Attac-Seite kann jetzt eine Solidaritätserklärung unterschrieben werden, Text siehe unten. Bitte verbreitet den Link.

http://www.attac.de/aktuell/eurokrise/blockupy-2013/blockupy-soli/

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren