Bitte meldet Euch an, da Beiträge und Kommentare nur von angemeldeten Nutzer_innen verfasst werden können.

Anmelden

Soziale Initiativen tun sich zusammen

Am 1. bis zum 2. Februar fand in Köln in Räumen des dgsp ein Treffen linker, kritischer Initiativen aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitswesen und Soziale Arbeit statt.

Soltauer

Es stand unter dem Motto: „Soziale Kehrtwende!“

Soziale Initiativen tun sich zusammen

Die Initiative ging von der SOLTAUER INITIATIVE (vertreten durch Renate Schernus, Fritz Bremer und Horst Börner) aus.

Zur Information:
Die Soltauer Initiative für Sozialpolitik und Ethik in sozialen Arbeitsfeldern ist 2004 mit den Soltauer Impulsen in die Öffentlichkeit getreten. Sie ist eine von inzwischen zahlreichen Initiativen und Einzelpersonen, die die Veränderungen im Gesundheitswesen und in allen sozialen Arbeitsfeldern kritisch beobachten und öffentlich Besorgnis und Widerspruch formulieren. Wie viele andere sucht sie nach Wegen, sozial- und gesellschaftspolitischen Einfluss zu gewinnen, um der Ökonomisierung und Bürokratisierung des Sozial- und Gesundheitswesens – deren destruktive Auswirkungen seit Erscheinen der Soltauer Impulse in 2004 noch erheblich zugenommen haben - entgegen zu wirken. Siehe auch:

http://www.psychiatrie.de/dgsp/soltauer_initiative/ sowie

http://www.soltauer-impulse.culturebase.org

Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) unterstützt die Soltauer Initiative inhaltlich und organisatorisch.

Teilgenommen haben an dieser Tagung verschiedene Initiativen, meist aus der Psychiatrie oder dem Gesundheitsbereich, aber auch einige Gruppen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit , so das Unabhängige Forum kritische Sozialarbeit, ein Kids-Projekt aus Hamburg und VertreterInnen von 3 unterschiedlichen AKS-Gruppen (Wiesbaden, Hamburg, Berlin). Teilgenommen haben außerdem mehrere MitarbeiterInnen von Attac. Die Hälfte der ca. 30 TeilnehmerInnen waren Einzelpersonen aus den Bereichen Gesundheit und Jugendhilfe. Das Durchschnittsalter lag geschätzt bei knapp 50 Jharen. Die junge Generation war nur aber dafür sehr gut durch eine junge Frau vertreten, die sich mir mit dem wunderbaren Satz: “Ich hab Bock auf kritische Soziale Arbeit“ eingeprägt hat.

Nach einer ausführlichen gegenseitigen Vorstellung gab es zwei hochinteressante Vorträge: Serge Embacher, Publizist und Politikwissenschaftler aus Berlin, zum Thema: „Ende der Hörigkeit! Abschied von der instrumentell verkürzten und bürokratischen Vernunft – Analyse und darüber hinaus“ und Dagmar Paternoga aus Bonn, von Attac zum Thema „Das soziale Gesicht unserer Gesellschaft bewahren Wie kann sich der soziale Bereich Gehör verschaffen? welche Strategien sind wirksam?“. Die beiden Reden werden demnächst hier ins Netz gestellt.

Moderiert wurde die Tagung von Frau Corinna Benninghoven, einer hochengagierten und für unsere Sache aufgeschlossene Journalistin, die so ganz nebenbei einiges über den richtigen und erfolgversprechenden Umgang mit Presseleuten verriet.

Dazwischen fanden intensive Diskussionen über den Istzustand in unseren Arbeitsbereichen und die Lage unserer Klientel statt. Des Weiteren diskutieren wir intensiv ebenso über die politischen Hintergründe und über mögliche Strategien und erste Schritte zu einer gemeinsamen Bewegung.

Neben den vielen Kontakten mit beeindruckenden und engagierten Leuten konnte man und frau jede Menge Anregungen mitnehmen. Es entstanden Ideen für Aktionen (z.B. Mahnwache vor dem Bundestag vor der Wahl) und für Projekte (z.B. Herausgabe eines „Wörterbuches sozialpädagogischer Begriffe und solcher die es einmal waren) und so manches andere.

Es wurde vereinbart, die Mailadressen auszutauschen und zunächst eine gemeinsame Resolution zu erarbeiten und der Öffentlichkeit vorzustellen. Danach werden wir Schritt für Schritt eine strukturierte Sammlung von politischen Initiativen im Gesundheits- und Sozialbereich zusammenzutragen. Auf dieser Basis werden wir versuchen, eine inhaltliche Vernetzung anzustoßen für eine breite, gesellschaftskritische und engagierte Bewegung gegen die Vermarktlichung von Gesundheit, Sozialer Arbeit und Bildung und anderen Gütern der Menschheit, die allen gehören, auf die alle ein Menschenrecht haben und die nicht käuflich sein dürfen.

Das UFo sammelt die Namen von entsprechenden Gruppierungen und Initiativen. Wer mit auf den großen Verteiler kommen möchte, kann sich entweder an uns (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder an die Bielefelder Initiative (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren