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Ideen und Strategien

Zeit für eine bundesweite Protestaktion

Wie schon häufiger in diesem Blog berichtet wurde, findet die Stimme der "Profession Soziale Arbeit" politisch bzw. gesellschaftlich kaum noch Gehör. Das erweckt den Eindruck, als ob unsere Fachlichkeit nicht mehr gefragt ist. Ist die Profession damit überflüssig geworden, sozusagen ein antiquiertes Auslaufmodell ohne Existenzberechtigung? Wenn ja, dann können wir Fachkräfte eigentlich unsere Arbeit einstellen!

Vorschlag: geben wir doch "rein symbolisch" unsere akademischen Diplome/Titel (Urkunden wie etwa Diplome, BA, MA) zurück an die Hochschulen/Ausbildungsinstitute, sozusagen in Form einer bundesweiten medienwirksamen Protestaktion. Das könnte für Aufsehen sorgen und wäre ein Signal an die Politik, dass die "Profession Soziale Arbeit" noch lebt und nicht mehr damit einverstanden ist mundtot und bewegungslos gemacht zu werden.

MfG

 

Kundgebung Donnerstag in Dresden

Kundgebung am 29.März in Dresden

Wir, das Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit, rufen zur Kundgebung auf:

Am 29. März trifft sich die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF), um abschließend an den neuen Steuerungsmodellen der Kinder- und Jugendhilfe zu arbeiten. Ende Mai soll dieses Konzept dann der Jugend- und Familienministerkonferenz in Hannover vorgelegt werden. Dieses Konzept orientiert sich an Umsteuerungsmodellen, ähnlich denen, die bereits in Hamburg umgesetzt werden. Letztlich verbergen sich dahinter massive Senkungen fachlicher Standards und eine Aushöhlung der bestehenden Hilfen zur Erziehung und dem damit verbundenen individuellen Rechtsanspruch.

Das werden wir nicht akzeptieren.

Wir sagen: Es ist 5 vor 12! Wir lassen uns die Kinder- und Jugendhilfe nicht kaputt sparen. Wir mischen uns ein! Kommt alle zur Kundgebung am 29. März 2012 ab 11.00 Uhr zum Tagungsort der dafür verantwortlichen Politiker, Schloss Eckberg, Bautzener Str. 134, 01099 Dresden. Bringt Transparente, Fahnen, Trillerpfeifen und Trommeln mit, damit wir diesen Einsparstrategen den Marsch blasen können. Gebt diese Informationen auch in Euren Netzwerken weiter!

Wir sehen uns in Dresden.

Matthias Heintz Sprecher Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit

Einige Betrachtungen und Überlegungen zur Mahnwache am 4.11.11 in Berlin

 

Ich bin ja kein Sozialarbeiter, nur Sympathisant und teilnehmender Beobachter.

Aus dieser Sicht heraus, habe ich mir erlaubt, auf meinem opablog einige Überlegungen zur Mahnwache am 4.11. festzuhalten.

Mit Gruß und guten Wünschen

Klaus-Peter Kurch

Grüße von Prof. Wieler aus Erfurt (Workshop 7)

 

 

Gute Tag liebe Mechthild und liebe Beate,Danke für die letzten beiden Emails und all Euer Engagement dahinter (und davor)!

Die Tagungsrückschau habe ich gerne und mit Genugtuung gelesen - obwohl es freilich nie genug  ist… - Hoffentlich hattet Ihr auch ein bißchen Sommer zum Entspannen und Auftanken. Ich kann da nicht meckern.

Mit dem Blog (oder wie das heißt) muß ich mich noch vertrauter machen, den Dezembertermin habe ich mir vorgemerkt, und soeben las ich im neuesten Forum Sozial auch den Bericht von Wilfried Nodes über unsere Tagung in Berlin. Ja, und die große Frage: Wie wird es weiter gehen? Sind wir jetzt eine neue “Größe im Konzert der wohlmeinenden und sich zuständig fühlenden ‘Institutionen’” oder werden wir es schaffen, die vielen anderen sich so wichtig und einzigartig fühlenden “Größen” zumindest partiell an einen kritischen runden Tisch zu bringen?

Ihr werdet Euch vielleicht an mein letztes Gleichnis zu unserer Profession erinnern: Die Geschichte der Sozialen Arbeit ist für mich eine wachsende Kommode mit vielen Schubladen und Ressourcen. Jede Schublade birgt enorme Schätze, möchte am liebsten selbst Kommode sein und verwickelt sich dabei mehr und mehr zur Kommodität (nach dem Motto: der Deubel scheißt weiterhin nur auf den größten Haufen).
Mit bunten Herbstgrüßen aus Weimar,

Joachim

Wie die Sozialverwaltung auf die Petition von Klaus Wörsdorfer reagiert …

 

 

hier ein spannender Brief von Matthias Heintz an Klaus Wörsdorfer, zur Veröffentlichung im Blog freigegeben:

Lieber Klaus,

zunächst einmal möchte ich Dir für Deine wichtige Initiative dieser Online-Petition sicher auch im Namen vieler, vieler Kollegen und Kolleginnen danken. Während ich hier schreibe, entdecke ich, dass wir an der Schallgrenze zur Zeichnung Nr. 1000 stehen, was ich für die eher in randständiger gesellschaftlicher und politischer Wahrnehmung stehende Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland bereits jetzt ein beachtliches Ergebnis finde.

Ich möchte Dir und -so Du möchtest- den KollegInnen unseres Fachbereiches eine Geschichte erzählen, wie sie für den derzeit in unserer Gesellschaft gelebten Strukturfunktionalismus nicht typischer sein könnte.

Ich habe für diese Bundestagspetition nach Maßgabe meiner Möglichkeiten geworben und unter anderem auch viele Jugendämter angeschrieben mit der Bitte um Verbreitung des Links zur Petition. Kürzlich bekam ich dann einige Rückmeldungen von Fachkräften des ASD einiger Jugendämter in Hessen. Sie berichteten über ihre Bedenken der Teilnahme an dieser Petition, da sie Unannehmlichkeiten durch ihre Arbeitgeber bzw. durch die Jugendamtsleitungen fürchteten. Auf meinen Vorschlag, die Petition doch schlicht privat zu zeichnen, erklärten sie, dass dies keinen Unterschied mache. Ich erhielt dann eine Mail einer hessischen Fachkraft aus dem ASD, in der diese mir eine offenbar interne, an die Leitungen der Jugendämter gerichtete Mail der Referentin für Kinder- und Jugendhilfe beim hessischen Landkreistag, Frau Monreal-Horn, weiterleitete. In dieser sprach sie die deutliche Empfehlung des hessischen Landkreistages aus, sich nicht an dieser Online-Petition zu beteiligen. Diese sei plakativ und undifferenziert. Warum sie zu dieser Einschätzung kommt, bleibt in dieser Rundmail an alle hessischen Jugendämter unerklärt. Jedoch bezieht Frau Monreal-Horn sich auf eine offenbar ausführliche Stellungnahme des Jugendamtsleiters Joachim Hebgen in Limburg, ebenfalls allein an die Leitungen der Jugendämter gerichtet, der die Petition ganz ähnlich bewertet, wie der hessische Landkreistag und sie zitiert einen kurzen Auszug dieser Empfehlung. Herr Hebgen kommt in dieser zu der Einschätzung, dass die sog. hessischen Empfehlungen zur Personalbemessung in den Sozialen Diensten fachlich deutlich ausdifferenzierter und effektiver seien. Außerdem bedeutete die Umsetzung der Forderungen in der Online-Petition einen massiven Eingriff in die kommunale Hoheit.

Ich schrieb daraufhin die Referentin Frau Monreal-Horn an und bat sie um ausführlichere Erklärungen zu ihrer Empfehlung und um Nennung ihrer fachlichen Alternativen. Insbesondere bat ich sie um Veröffentlichung des gesamten Empfehlungsschreibens des Jugendamtsleiters sowie der hessischen Empfehlungen zur Personalbemessung in den Sozialen Diensten. Es wäre sicher für die Fachöffentlichkeit sehr hilfreich, solche Empfehlungen zu kennen und sie ganz transparent zu diskutieren. Schließlich könnten es sich hier ja tatsächlich um hilfreiche Konzepte handeln, die uns für eine qualitative Verbesserung der Arbeit modellhaft zur Verfügung stehen. In ihrer Antwort blieb Frau Monreal-Horn sehr formal und erklärte lediglich, dass es sich hier um Interna handele. Ich solle dafür Verständnis zeigen. Ich zeigte kein Verständnis und erklärte ihr in meiner Anschlussmail, dass diese Art der Umgehensweise mit der Fachöffentlichkeit und insbesondere mit den Basismitarbeitern der hessischen Jugendämter von einer undemokratischen Kommunikationskultur zeugen, die rein auf Unterordnung und Anpassung abziele.

Die Antwort, die ich erhielt, war verblüffend. Herr Hebgen antwortete an Stelle der Referentin und nahm Stellung zu dem ganzen bisherigen Mailverkehr. Er bot mir ein Vier-Augen-Gespräch im Amt an, verbot mir jedoch kategorisch jedes ihm zugehörige Zitat, oder gar die Veröffentlichung seiner Empfehlungen. Die Referentin meldete sich gar nicht mehr.

Soweit zur Unkultur des politischen Umgangs, wie er meines Erachtens und meinen Erfahrungen nach für Hessen sehr typisch ist. Ich habe sowohl Herrn Hebgen, als auch Frau Monreal-Horn zugesagt, nichts aus diesem Mailverkehr zu zitieren, sehr wohl aber öffentlich über diese unselige Umgehensweise zu berichten.

Ich grüße Dich herzlich und wünsche Dir und uns allen weiterhin bestes Gelingen für diese Petition und für alle anderen Initiativen, die sich entschlossen für eine qualitative Verbesserung der derzeitigen Kinder- und Jugendhilfe einsetzen.

Matthias Heintz

an die AKS Interessierten in Berlin

 

von admin.

 

mail von Klaus Wörsdorfer:

Hallo

 

Leider konnte ich an der erfolgreichen Wiederbelebungssitzung des AKS nicht teilnehmen.

Für die nächste Sitzung möchte ich die Teilnehmer mal auf folgendes kurze Video hinweisen:

http://www.youtube.com/watch?v=jwMj3PJDxuo

Mir schwebt vor, eine ähnliche Aktion in Berlin zu starten. Motto so in etwa: “Stillstand in der Sozialarbeit - Rückschritt in der Sozialarbeit.” Das wäre mal eine andere Aktionsform als eine langweilige Demo.

Wäre schön, diese Info an die Teilnehmer weiterzuleiten.

Grüße

Klaus Wörsdörfer

Berliner AKS Treffen hat stattgefunden

von admin.

 

Am vergangenen Donnerstag haben sich 16 Leute zum ersten AKS Treffen in Berlin eingefunden. Etliche waren TeilnehmerInnen unserer Tagung, aber durchaus nicht alle. Etwa die Hälfte der TeilnehmerInnen waren in Bachelor- oder Masterstudiengängen, die anderen kamen aus der Praxis. Zwei Hochschullehrerinnen waren auch da. Die Gruppe hat sich alle Zeit der Welt genommen, um in der Runde die verschiedenen Sichtweisen und Kritikpukte der Einzelnen anzuhören und darüber zu sprechen. Die Atmosphäre war angenehm und locker. Niemand hat versucht, sich in den Vordergrund zu spielen.(Die beiden Hochschullehrerinnen haben sich zumindest darum bemüht). :)

Die Gruppe hat sich darauf geeinigt, sich in Zukunft ein mal im Monat zu treffen und zwar in der Regel am letzten Montag im M0nat.

Die nächsten Termine sind:
01.9.2011 um 19.30 Uhr  Kinzigstr. 9 (ausnahmsweise an einem Donnerstag)
26.9.2011 um 19.30 Uhr Kinzigstr. 9

Die Gruppenmitglieder  waren durchweg an einer kritischen Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Sozialen Arbeit interessiert. Wir haben uns geeinigt, dass wir zweigleisig fahren wollen:

1. Zum einen werden wir gemeinsam  theoretisch, politische und fachwisenschaftliche Fragen zur Sozialen Arbeit diskutieren.
2. Außerdem soll parallel dazu gemeinsam ein praktisches Projekt angepackt werden, bei dem wir uns auf die konkreten Verhältnisse in der Berliner Sozialen Arbeit  beziehen.

Bis zum nächsten Mal werden sich alle zu den beiden Punkten je ein Thema überlegen, mit dem sie gerne einsteigen möchten.

Weitere Interessierte sind herzlich eingeladen. Am besten bringt ihr entsprechende Ideen gleich mit. Und außerdem auch Überlegungungen zu folgenden Fragen:

  • Was muss passieren, dass ich in einem Jahr hier noch dabei bin?

  • Was muss passieren, damit ich in einem Jahr noch zwei KollegInnen mitgebracht habe?

  • Was bin ich bereit, an Zeit in diesen Arbeitskreis zu investieren?

Die Petition von Klaus Wörsdörfer-Kaiser ist heute (endlich) offiziell online!

 

 

Lieber Klaus, da hast du ja echt ein Meisterstück an Beharrlichkeit geleistet! Gratuliere! Richtig klasse -  von offline zu online - jetzt können die KollegInnen für Ihre Belange eintreten - unterschreiben - weitersagen! Danke! L.G. Beate

Petition: Kinder- und Jugendhilfe - Bundeskinderschutzgesetz ( Personal in Sozialpädagogischen Diensten der Jugendämter)

Text der Petition: Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass im Bundeskinderschutzgesetz die personelle Mindestausstattung der Sozialpädagogischen Dienste der Jugendämter geregelt wird (höchstens 50 Kinder pro Sozialarbeiter/-in analog zum gerade reformierten Vormundschaftsgesetz). Die zusätzlich entstehenden Kosten hat der Bund zu tragen…

Achtung die Mitzeichnungsfrist ist auf den 30.8. befristet!!!