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Kinderschutz braucht Kinderschützer trotz oder gerade wegen der „wachsenden Stadt“

Teilpersonalversammlung für die Regionalen Sozialpädagogischen Dienste der Berliner Jugendämter

Am 21.01.2015 fand erstmalig eine Teilpersonalversammlung der RSD aus allen Bezirken statt - ausgenommen haben sich Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Personalräte der einzelnen Bezirke haben diese Veranstaltung in der Urania mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt.

Auch Frau Scheeres (Senatorin für Bildung, Jugend, Wissenschaft) wurde eingeladen. Doch wieder -wie auf anderen Kundgebungen der RSD-MitarbeiterInnen vor der Seantsverwaltung- bezog nur Frau Klebba, ihre Staatssekretärin, Stellung.

Im letzten Jahr entschied sich der Senat, in Zusammenarbeit mit den Bezirken einen so genannten Maßnahmeplan zu entwickeln:

Maßnahme 1: Schaffung einer fundierten Datengrundlage zur Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung der aktuellen Personalsituation in den Berliner Jugendämtern

Maßnahme 2: Ermittlung des konkreten Aufgabenvolumens zur Identifizierung der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter/innen in den Berliner Jugendämtern (hier insbesondere im Aufgabenfeld des Regionalen Sozialen Dienstes einschließlich Kinderschutz)

Maßnahme 3: Identifizierung, Bewertung und konzeptionelle Ausarbeitung von Ansätzen zur Steigerung der Attraktivität des Berufsfeldes inkl. Umsetzungsmaßnahmen

Maßnahme 4: Identifizierung von Handlungserfordernissen zur Unterstützung von Berufseinsteiger/innen

Frau Klebba stellte mit vielen PowerPoint-Folie erste Ergebnisse aus der Datenerhebung vor. Es zeigte sich ganz klar, dass die Zahlen die Überlastung und Forderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner RSD deutlich belegen. Welche Schritte nun folgen werden, ließ sie offen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RSD stellten intensiv Fragen oder machten ihrem Ärger mit kritischen Kommentaren Luft: So wurde bspw. zum Streik animiert oder Frau Klebbas Formulierung der "gefühlten Überlastung" scharf kritisiert.

Im Vorfeld fand eine Protestveranstaltung vor der Urania statt. Veranstaltet durch die GEW und Verdi präsentierten ca. 100 MitarbeiterInnen ihre weißen Fahnen als Zeichen der Kapitulation vor der Arbeitsüberlastung. Außerdem stellten sie ihre Forderungen nach einer höheren Eingruppierung, mehr Personal sowie Vertretungsreserven auf Transparenten dar.

Wir fragen uns nun: Wann beginnt Frau Scheeres, uns ernst zu nehmen und Stellung zu beziehen? Wie lange müssen wir auf die Erledigung unserer begründeten Forderungen warten?

Wir haben in dem letzten Jahr einiges bewegt. Das Fazit aus der Teilpersonalversammlung kann jedoch nur sein, sich weiter zu vernetzen und weiter für unsere Forderungen zu kämpfen.

Am 25.03.2015 findet der Fachtag „RSD Berlin macht sich stark für sich selbst“ statt (Infos: http://www.eh-berlin.de/hochschule/veranstaltungen/fachtag-rsd.html ).

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