Bitte meldet Euch an, da Beiträge und Kommentare nur von angemeldeten Nutzer_innen verfasst werden können.

Anmelden

2012-05-30 Pressemitteilung der Grünen

Pressemitteilung vom 30.5.2012

Rot-schwarzer Senat lässt Jugendämter beim Kinderschutz im Regen stehen

Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Familie, Jugend und Kinder, sagt zur Personalausstattung der Jugendämter:

Die Situation bei den für den Kinderschutz zuständigen Jugendämtern der Stadt verschärft sich. Der rot-schwarze Senat verhindert, mit fadenscheinigen Verweisen auf den noch nicht endgültig beschlossenen Landeshaushalt, dass die Jugendämter auslaufende Zeitverträge für SozialarbeiterInnen verstetigen oder auch nur verlängern dürfen. Die von Senator Nußbaum geführte Finanzverwaltung verschärft damit die ohnehin prekäre Personalsituation im Kinderschutz und den Notdiensten weiter. Ein entsprechender Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Verbesserung der Personalsituation in den Berliner Jugendämtern haben die Koalitionsfraktionen allerdings nicht genutzt, um die Situation zu verbessern.

Gleichzeitig verschärft sich der Mangel an Kitaplätzen in Berlin. Es wird für die Jugendämter immer schwieriger, Familien mit Erziehungsproblemen rasch einen Kitaplatz zu vermitteln, um die Probleme in der Familie zu entschärfen und die Förderung der Kinder zu verbessern. Auch hierzu liegt ein Antrag unserer Fraktion vor, aber auch hier erkennen die Koalitionsfraktionen und der Senat keinen akuten Handlungsbedarf.

Der Senat bleibt untätig und lässt die Jugendämter der Bezirke mit den Problemen allein. Damit wird der Kinderschutz in Berlin unverantwortlich geschwächt. Die Kinder und Jugendlichen in Berlin brauchen den bestmöglichen Schutz. Der Senat muss endlich seine Verantwortung anerkennen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kinderschutz auch wirksam umgesetzt werden kann. Kinderschutzgesetze allein reichen eben nicht, sondern müssen auch in die Praxis umgesetzt werden können.

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren