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* Allgemeiner Sozialdienst (D)

Beschluss des Jugendhilfeausschusses Marzahn-Hellersdorf 19.09.12

In Sorge um die Kinder- und Jugendhilfe in Marzahn-Hellersdorf -

Keine Personaleinsparungen im Jugendamt!

Der Jugendhilfeausschuss hat beschlossen:

Der Jugendhilfeausschuss Marzahn-Hellersdorf ist äußerst besorgt über die derzeitigen Planungen des Berliner Senats zur Einsparung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Berliner Bezirken. Die Gewährleistung des Kinderschutzes ist in unserem Bezirk aufgrund dieser Planungen nicht mehr gewährleistet, die präventiv wirkende Kinder- und Jugendhilfe soll als Einsparpotential geopfert werden.

In Marzahn-Hellersdorf leben knapp 67.000 Kinder und Jugendliche, viele davon in einkommensschwachen- oder von Sozialleistungen abhängigen Familien. Gerade für diese ist die Unterstützung durch Einrichtungen und Angebote des Jugendamtes und freier Träger der Jugendhilfe besonders wichtig. Die sich verschlechternde soziale Situation wird auch an steigenden Fallzahlen bei den Hilfen zur Erziehung deutlich.

Weiterlesen: Beschluss des Jugendhilfeausschusses Marzahn-Hellersdorf 19.09.12

Hamburg - aktueller Blick in die Hamburger Jugendhilfemisere

Notiz von P. M. aus Hamburg:

gestern fand eine gut besuchte Teilpersonalversammlung für den ASD aus allen 7 Bezirksämtern in Hamburg statt.

Es war eine erstaunliche Versammlung, weil nicht nur der Unmut über die unseelige neue PC-Software zum Ausdruck gebracht wurde,
sondern auch massive Kritik am Grossraum-Büro des ASD in Bergedorf.

In Bergedorf sind aus Kostengründen alle 3 Abt. des ASD in Bergedorf
zentral untergebracht worden; gegen den erbitterten Widerstand
vieler KollegInnen und gegen die Klage des dortigen Peronalrat´s.
Mit der Folge, das praktisch ein 100% Personalwechsel innerhalb eines
Jahres stattgefunden hat ... und die Unzufriedenheit trotzdem
selbst unter Berufsanfängern nicht aufzuhören scheint.

Gruß aus Hamburg
P. Meyer

Jugendamt-Mitarbeit in Not

Hamburgs Allgemeine Soziale Dienste sind nicht arbeitsfähig, davor warnt Studie der Uni-Koblenz. Eine sehr hohe Belastung und die Skandalisierung dramatischer Einzelfälle führten zu einer Negativ-Spiralevon - Kaija Kutter

Artikel in der TAZ

Berichte aus dem ASD

Hier ist ein Bericht mit Interviews (Spiegel online "Manager des Elends") über die Arbeit in den Jugendämtern. Es zeigt deutliche durch welchen Bedingungen und welche Entwicklungen Soziale Arbeit behindert wird.

2012-05-30 Pressemitteilung der Grünen

Pressemitteilung vom 30.5.2012

Rot-schwarzer Senat lässt Jugendämter beim Kinderschutz im Regen stehen

Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin für Familie, Jugend und Kinder, sagt zur Personalausstattung der Jugendämter:

Die Situation bei den für den Kinderschutz zuständigen Jugendämtern der Stadt verschärft sich. Der rot-schwarze Senat verhindert, mit fadenscheinigen Verweisen auf den noch nicht endgültig beschlossenen Landeshaushalt, dass die Jugendämter auslaufende Zeitverträge für SozialarbeiterInnen verstetigen oder auch nur verlängern dürfen. Die von Senator Nußbaum geführte Finanzverwaltung verschärft damit die ohnehin prekäre Personalsituation im Kinderschutz und den Notdiensten weiter. Ein entsprechender Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Verbesserung der Personalsituation in den Berliner Jugendämtern haben die Koalitionsfraktionen allerdings nicht genutzt, um die Situation zu verbessern.

Gleichzeitig verschärft sich der Mangel an Kitaplätzen in Berlin. Es wird für die Jugendämter immer schwieriger, Familien mit Erziehungsproblemen rasch einen Kitaplatz zu vermitteln, um die Probleme in der Familie zu entschärfen und die Förderung der Kinder zu verbessern. Auch hierzu liegt ein Antrag unserer Fraktion vor, aber auch hier erkennen die Koalitionsfraktionen und der Senat keinen akuten Handlungsbedarf.

Der Senat bleibt untätig und lässt die Jugendämter der Bezirke mit den Problemen allein. Damit wird der Kinderschutz in Berlin unverantwortlich geschwächt. Die Kinder und Jugendlichen in Berlin brauchen den bestmöglichen Schutz. Der Senat muss endlich seine Verantwortung anerkennen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kinderschutz auch wirksam umgesetzt werden kann. Kinderschutzgesetze allein reichen eben nicht, sondern müssen auch in die Praxis umgesetzt werden können.