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zur Geschichte des Bündnisses

Die ersten von uns wurden am Deutschen Jugendhilfetag DJHT 2011 auf das Thema aufmerksam. Am Stand der AGJ verkündete Staatsrat Pörksen aus Hamburg seine Thesen und Pläne für eine „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“.
Aber erst als das sogenannte "A-Länder Papier"  bekannt wurde, in dem von einem Nachdenken über die Änderung des Rechtsanspruchs auf Hilfe zur Erziehung die Rede war, wurde die Fachöffentlichkeit nervös.
Die immer wieder vorgetragenen Versicherungen, es ginge nicht um eine Änderung oder Aussetzung des Rechtsanspruches nach § 27 KJHG, beruhigte die Gemüter weitgehend wieder.
Wohlfahrtsverbände hielten die Sache für nicht spruchreif. Pressevertreter winkten ab und fanden die Nachricht nicht spektakulär genug. Die AGJ hielt sich zurück. Viele wollten erst einmal abwarten, viele konnten nicht glauben, was da geschieht, - viele waren aber auch - wie inzwischen deutlich wird - längst in die neuen Planungen eingebunden und dabei, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Auf der Tagung des Unabhängigen Forums "aufstehen, widersprechen,einmischen" im letzten Juni fanden sich jedoch einige FachvertreterInnen, die nicht abwarten und nicht still halten wollten. Sie begriffen die Vorgänge als höchst problematisch und als Gefahr für das, was das KJHJG als Kinder- und Jugendhilfe beschrieben und geregelt hat.

Gleichzeitig bekamen wir Kontakt mit  der Initiative "Für die Aufrechterhaltung der Wirksamkeit der Jugendhilfe" aus Hamburg, wo die Pläne von Staatsrat Pörksen inzwischen schon längst umgesetzt und eingeführt waren.
In einem Brief, der im Blog des UFo (Unabhängiges Forum) veröffentlicht wurde, nahmen wir zu den Absichten deutlich Stellung. Dieser Brief wurde von vielen LeserInnen des Blogs mitgezeichnet.

Am 4. Dezember schließlich organisierten wir eine Mahnwache vor der Hambuerger Vertretung in Berlin, wo sich die Staatssekretäre aller Bundesländer zum Thema zusammensetzen und ein Workshop abhielten. Es kamen auf Anhieb 150 KollegInnen, nicht nur aus Berlin, auch aus Leipzig, Hamburg, Göttingen und anderen Städten.
Zusammen mit VertreterInnen von DBSH, ver.di und GEW, die bei der Mahnwache engagiert waren, und den Kollegen aus Hamburg  verabredeten wir die Gründung eines Bündnisses.

Für dieses Bündnis wurde geworben, es wurden Informationen ausgetauscht, Positionen formuliert und schließlich konnten wir am 13.1. 2012 mit 22 anwesenden Bündnismitgliedern, VertreterInnen aller Gewerkschaften und Interessenverbänden der Sozialen Arbeit, sowie engagierte Einzelpersonen aus Praxis und Wissenschaft, unser Bündnis schließen.

Unsere Ziele:

  • Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“

    • Aktionen und Veranstaltungen dazu (Mahnwachen u.ä.)

    • Veröffentlichungen, Flugblätter, Fachtexte

    • Aufbau von Pressekontakten

  • Kontaktaufnahme und Auseinandersetzung mit den PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen  und Verwaltungsleuten, die die Planung vorantreiben

    • Fachgespräch mit Staatsrat Pörksen und Dr. Hammer

    • Podiumsdiskussion am 29.5. in Berlin

    • Forderung nach Teilnahme von BündnisvertreterInnen an den offiziellen Planungsterminen

Kommentare  

 
ms
#2 ms 2013-03-20 18:23
ja, das Bündnis lebt. Hier der Link zur Internetseite:
http://buendnis-jugendhilfe.de/
 
 
Jochen Strauß
#1 Jochen Strauß 2013-03-17 13:49
lebt das "bündnis" noch und welche nächsten schritte sind geplant?
 

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