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Bericht vom 2. Bündnistreffen

Das Bündnis für Kinder- und Jugendhilfe hat sich am vergangenen Freitag zum 2. Mal getroffen. Gastgeber war ver.di.
Am Vormittag fand die 3. Mahnwache vor der Hamburger Vertretung in Berlin statt. Bei lausigen -10 Grad Celsius haben immerhin 15 tapfere KollegInnen die Stellung gehalten. Wir werden die Diskussion der PolitikerInnen um das Thema und ihre Pläne weiterhin mit Mahnwachen begleiten. Am 3.2 findet die nächste statt.

Es war ein arbeitsreicher Nachmittag, der viele Ergebnisse, neue Aufträge und Pläne brachte.
Zum einen haben wir uns jetzt entgültig für einen Namen entschieden:

Bündnis Kinder- und Jugendhilfe -
für Professionalität und Parteilichkeit.

Mit dem Untertitel wollen wir zum Ausdruck bringen, worum es uns geht:
1. Professionalität

  • die Wiedererlangung fachlicher Standards in der Hilfe zur Erziehung und der Jugendhilfe insgesamt,

  • die Durchsetzung der finanziellen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen für eine fachlich fundierte Jugendhilfe,

  • eine wissenschaftliche Orientierung der Jugendhilfe,

  • die Autonomie unserer Profession,

  • das Zurückdrängen von Ansätzen, die fachlich nicht vertretbar und deprofessionalisierend wirken.

  • die Schaffung von besseren, angemessenen Bedingungen finanzieller und sonstiger Art am Arbeitsplatz

  • Wiederherstellung der professionellen Würde der professionellen Sozialarbeitenden, die heute unter z.B. unzumutbaren Bedingungen arbeiten müssen.


2. Parteilichkeit

  • Soziale Arbeit im Interesse der Adressaten,

  • kein Zurückdrängen des Mandates der Klientel,

  • Respekt und Anerkennung für die eigene Biografie und die eigene Sicht der KlientInnen auf ihre Lebenslage

  • Einsatz für die Würde und die Teilhabe unserer AdressatInnen

  • Zurückdrängung von Tendenzen der Verwaltung, Kontrolle und Paternalisierung sowie der Ausgrenzung unserer KlientInnen.


Die Gruppe hat den Aktionstag am 29.5. weitergeplant und Aufgaben verteilt. Neben einer “Indoor” Veranstaltung mit Diskussion und fachlichen Beiträgen werden wir vorgeschaltet im Stadtbild von Berlin mit spannenden “Outdoor” Aktionen in Erscheinung treten. Wer Interesse hat, diese mit vorzubereiten, kann sich über die email-Adresse des UFo anmelden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), wir leiten an die Org-Gruppe weiter.
Ferner wurde beschlossen, dass sich das Bündnis aktiv auf dem kommenden Bundeskongress Soziale Arbeit in Hamburg (13.-15. September) beteiligt und Workshops und Info-Veranstaltungen zur “Weiterentwicklung und Steuerung der Hifen zur Erziehung” übernimmt.
Zum Bündnis gehören inzwischen nicht nur sämtliche Intertessenvertretungsgruppierungen (ver.di, GEW, dbb, DBSH, Gilde Soziale Arbeit e.V., AKS, Hamburger Initiative, Bremer Bündnis) sondern auch engagierte Einzelpersonen aus Praxis und Wissenschaft, z.B. Dr. Wiesner, Prof. Thiersch, Prof. Staub-Bernasconi und viele mehr.

Das Bündnis hatte Herrn Staatsrat Pörksen und Dr. Hammer zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Mit Dr. Hammer haben wir gut 2 Stunden intensiv gesporchen und diskutiert. Wir konnten unsere Einwände gegen die Planungen deutlich machen. Das Gespräch fand in angenehmer Atmosphäre statt. Dr Hammer bedankte sich für vielen fachlichen Anregungen. Wir haben unsere nächsten Schritte bekannt gegeben: weitere Mahnwachen, Großveranstaltung im Mai, Bundeskongress, zu dem wir die Gegenseite eingeladen haben.
Das Gespräch mit Staatsrat Pörksen wird nachgeholt.

Das nächste Bündnistreffen findet am 3.2. ab 11.30 Uhr statt, diesmal ist die GEW Gastgeberin.

Bericht des 1. Sprechers: Matthias Heintz

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