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* Ökonomisierung und Soziale Arbeit (D)

Ökonomisierung der Sozialen Arbeit und ihre Alternativen

Mit freundlicher Genehmigung von Ralf Ptak - hier ein Beitrag zum Diskurs um die Öknomisierung der Sozialen Arbeit. Der ganze Text steht als PDF zur Verfügung.

I. Was ist Ökonomisierung?

II. Ökonomisierung der Sozialen Arbeit und ihre Folgen

III. Alternativen zur Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

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Ökonomie -wider die Dominanz der Ökonomie

Wider die Dominanz der Ökonomie im Sozial- und Gesundheitswesen

  • am 09.04.2012 um 12:14 Uhr von Horst Börner erstellt

Wir möchten in einer Gesellschaft leben, in der behinderte, alte und kranke Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Wir sind Mitarbeiter, im Sozial- und Gesundheitswesen, beruflich und in bürgerschaftlichen Initiativen. Die Menschen, die wir begleiten, sind doppelt betroffen von der zunehmenden Ungleichheit in der Gesellschaft, da viele aus eigener Kraft keine Möglichkeit haben aus der Armutsfalle heraus zu kommen und am gesellschaftlichen Leben teil zu nehmen. Ihre Lage hat sich durch die Einführung der Prinzipien von Markt, Wettbewerb und Effizienz in das Sozial- und Gesundheitswesen verschlechtert. Mitarbeiter sehen sich einem rigorosen Effizienzdruck ausgesetzt, der einer vertretbaren ethischen Grundhaltung widerspricht. Ständige Strukturveränderungen aus Gründen der Effizienzmaximierung, die Verordnung technizistischer Kontrollsysteme aus anderen Wirtschaftsbereichen sowie Niedriglöhne spitzen die Lage zu. Eine auffällige Zunahme psychischer Erkrankungen in den betroffenen Berufsgruppen ist die Folge.
Das Sozial und Gesundheitswesen leidet unter dem „ökonomischen Imperialismus“*, der in alle gesellschaftlichen Bereiche vorgedrungen ist.
Die gesetzlich verankerte Markt- und Wettbewerbsorientierung auf den Feldern Soziales und Gesundheit ist dringend zu korrigieren.
Siehe: http://www.psychiatrie.de/dgsp/soltauer_initiative/

Horst Börner

Träger - sind sie unsere Bündnispartner?

Sind die Träger der Sozialen Arbeit  Bündnispartner im Kampf und Professionalisierung und Parteilichkeit?

Nicht selten erwarten auch kritische SozialarbeiterInnen Initiativen zur Gegenwehr und Solidarität von ihren Trägern, und sie meinen, aus dieser Ecke müsste doch endlich mal eine Initiative kommen, die derzeitigen Entwicklungen ethisch und fachlich infrage zu stellen.

Aber nicht allen Trägern kann man trauen, wenn es darum geht, unsere Interessen und die unserer KlientInnen zu vertreten.

Als Unternehmer - auch wenn sie es vielleicht gar nicht sein wollen - müssen sie den ökonomischen Prinzipien zur Erhaltung ihres Unternehmens am Markt folgen. Damit sind sie immer gezwungen entsprechende Zugeständnisse an die Verwaltung und Politik zu machen.

So schrieb mir vor kurzem ein eher kritischer Vertreter eines der Wohlfahrtsverbände folgende Worte:

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Vermarktlichung der Sozialen Arbeit - Wie kam das eigentlich damals dazu?

“Aber es ist doch heute so!” mit diesem Argument ziehen sich auch kritische SozialpädagogInnen und durchaus kritische Träger, von der kritischen Betrachtung der Lage auf die Aufgaben zurück, die ihnen gestellt werden:

  • die eigene Wirkung nachweisen
  • messbare Kriterien für Ziele und Ergebnisse definieren
  • mit betriebswirtschaftlichen ArgumentenBedingungen für sozialpädagogische Fachlichkeit erbetteln….

Sie scheinen in einer Falle zu sitzen, aus der sie nicht mehr heraus kommen und die sie weder infrage stellen noch reflektieren können. Das neoliberale Denken hat scheinber alle sozialpädagogischen klugen Köpfe verseucht und in seinen Dienst genommen.

Soziale Arbeit lebt seit langem wie in Besatzungsverhältnissen: die Vermarktlichung hat sie verändert. Sie kann von dem, was sie war, nur noch träumen. Manchmal schafft sie es, trotz der Besatzer ein gutes Stück Soziale Arbeit hinzukriegen und verweist dann glücklich auf diese Leuchttürme.. in der Wüste.

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Sozialmarkt und seine Kollateralschäden

 

So sieht die Realität aus, wenn Soziale Arbeit Objekt von gewinnorientierten Unternehmen geworden ist.

Matthias schreibt uns :
ganz frisch aus der heutigen Kasseler Presse:
Beispiel, was der freie Markt in unserem Bereich alles ermöglicht.
Dieser Artikel schildert die Dinge noch sehr gemäßigt. Ein Teil der Gauner-Clique, die diesen einst sehr guten Träger in den Dreck betrügt haben, sind nun wieder beim nächsten Träger der ehemaligen AKGG-Tochter “Buntstift” in führender Position tätig, die von dem bundesweit operierenden Sozialkonzern “Outlaw” übernommen worden sind.

So läuft das. 

hier der Presseartikel:  akgg-insolvenz.pdf