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 Kinderrechte



 

Links zu Kinderrechten

Hier eine kleine Auswahl von Links zum Thema Kinderrechte. Die Liste ist nicht abschließend und für Ergänzungen jederzeit offen:

http://www2.ohchr.org/english/bodies/crc/index.htm - Seite des UN-Kommitees für die Rechte von Kindern. Alles rund um die UN-Kinderrechtskonvention. Allerdings in englisch!

http://www.national-coalition.de/ - Verband von ca.110 deutschen Organisationen, die sich für die Umsetzungd der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland einsetzen.

http://www.unicef.org/rightsite/ - Seite von UNICEF zu den Kinderrechten, auch in englisch.

http://www.unicef.lu/kinderrechte - Seite der luxemburgischen UNICEF in deustch.  

http://www.jetzterstrechte.de/die-kampagne/die-kampagne.html - Kampagne von Verbänden, um die deutsche Rechtslage und Asylpraxis den Kinderrechten von Flüchtlingskindern anzupassen.

http://www.kinderrechte.rlp.de/kinderrechte/ - Offizielle Seite des rheinlandpfälzischen Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen mit wissenswertem zu den Kinderrechten, geordnet nach Themengebieten.

http://www.humanrights.ch/de/Instrumente/UNO-Abkommen/Kinder/index.html - Schweizer Homepage mit Informationen zu den Menschenrechten - hier Kinderrechten. Hat auch thematisch sotierte Beiträge u.a. zu Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die trotz des schweizer (Rechts)Bezuges lohnenswert sind. 

Kinderrechte

Alex Klein,Münster, Mai 2012 (Studiengang Master of Social Work - Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession):

Kinderrechte

Kinderrechte sind in weiten Teilen der Öffentlichkeit und im politischen Diskurs kein Thema. Höchstens wenn auf internationaler Ebene wie zuletzt bei der Verabschiedung des Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention Entwicklungen stattfinden, wird das Thema kurzzeitig in den Medien aufgegriffen.

Kinderrechte betreffen eine große Gruppe der AdressatInnen der Sozialen Arbeit. Sie sind die Menschenrechte einer spezifischen Gruppe von AdressatInnen, eben aller Menschen bis zum Alter von 18 Jahren. Und als Menschenrechte des Kindes sind die mit den Kinderrechten formulierten Ansprüche nicht nur pädagogische Normen, politische Absichtserklärungen oder fromme Vorsätze, sondern rechtliche Ansprüche der Kinder. Zwar liegt der ethische Charakter der Kinderrechte weit mehr im Vordergrund als es bei nationalen Gesetzen üblicherweise der Fall ist, ihre Einhaltung ist aber nichts desto trotz kein Akt der Gnade gegenüber Kindern. Die Notwendigkeit der Beachtung der ethischen Grundlagen liegt vielmehr in der Offenheit der Kinderrechte begründet, denn die rechtlichen Ansprüche sind zwar universell, müssen aber notwendig eine kultursensible Praxis erlauben. Als zentraler Bezugsrahmen einer legitimen Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommt damit der UN-Kinderrechtskonvention als international kodifizierter Form der Kinderrechte eine zentrale Rolle zu. Die Bundesrepublik Deutschland hat diesen Menschenrechtsvertrag bereits 1992 ratifiziert und sich damit an die enthaltenen Ansprüche der Kinder gebunden und verpflichtet, „alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen“ zur Verwirklichung der Kinderechte zu treffen. Auch der damals hinterlegte (und äußerst umstrittene) Vorbehalt, dass Deutschland v.a. sein Ausländerrecht vor die Rechte der betroffenen Kinder stellt, wurde 2010 von der Bundesregierung zurückgenommen und öffnete einer potentiellen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention für alle in Deutschland lebenden Kinder Tür und Tor.

Ohne in die Tiefe zu gehen, können der Anspruch auf Schutz, Entwicklung und Beteiligung als zentrale Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention bezeichnet werden. Kinder haben einen Recht darauf, individuell und strukturell geschützt zu werden, sie haben ein Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und eine entwicklungsfördernde Umgebung und die haben ein Recht darauf, in allen Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt zu werden. Erst aus der Anerkennung und Einhaltung all dieser Prinzipien erschließt sich ein weitreichendes Verständnis, dass die Kinderrechten erfasst und damit dem einzelnen Kind und Kindern als Gruppe gerecht wird. Kinder sind den Erwachsenen gleichwertig und verdienen gleichzeitig in ihrer Eigenart eben als Kinder Anerkennung. Sie sind Träger von Rechten, die den „mächtigeren“ Erwachsenen abverlangt werden müssen und die resultierenden Ansprüche sind keineswegs auf ihren Status als zukünftige Erwachsene beschränkt. Wie Waltraud Kerber-Ganse es so treffend formuliert: Kinder sind als Seiende und nicht nur als Werdende zu achten. Das hier Dargestellte ist zwangsläufig grob skizziert, genaueres kann aber an vielen Stellen auch im Internet gefunden werden, so z.B. bei der National Coalition zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland. Empfehlen würde ich auch die benannte Waltraud Kerber-Ganse, Lothar Krappmann oder Manfred Liebel.

Äußerungen z.B. der Bundesfamilienministerin verdeutlichen, dass von Seiten der politischen Parteien Kinderrechte oftmals als außenpolitisches Thema der Entwicklungszusammenarbeit betrachtet werden oder z.B. durch die gesetzlichen Entwicklungen im Kinderschutz die Kinderrechte hierzulande weitgehend erfüllt seien. Oftmals wird suggeriert, dass Kinderrechte in Deutschland kein Thema sind, sondern ihre Umsetzung bei uns quasi selbstverständlich ist. Dabei kann von einer Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der Erfüllung der darin enthaltenen kindlichen Ansprüche in Deutschland jedoch keine Rede sein. Beispielhaft seien hier drei kritische Themen benannt:

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