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* Migrationsgesellschaft Deutschland (D)

Gedanken zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation

Ich habe meine Gedanken zur Gegenwärtigen Flüchtlingssituation aufgeschrieben: Hier der Text

Der Beitrag von Sandra hier im Blog  und die Kommentare von Sel und Es  haben mich dazu veranlasst.

Es gibt eine Reihe wichtiger Aspekte und sie sollen alle betrachtet werden.

    • Zum ersten mache ich mir ein paar Gedanken zum bestehenden und zunehmenden Rassismus in unserer Gesellschaft und darüber, ob die "Willkommenskultur" die geeignete Antwort darauf ist.
    • Dann stelle ich die Frage, ob Sorgen und Befürchtungen, die Menschen im Kontext der Flüchtlingsproblematik empfinden, Hinweise auf eine zumindest latent rassistische Denkstruktur dieser Menschen sind, oder ob sie ernst genommen werden müssen
    • Des Weiteren geht es mir um die Frage, wie die Flüchtlingssituation politisch einzuschätzen ist und um die Feststellung, dass sie eine eine politische Katastrophe und keineswegs nur eine menschliche Tragödie ist.
    • Des Weiteren geht es mir um die Frage, wie die Flüchtlingssituation politisch einzuschätzen ist und um die Feststellung, dass sie eine politische Katastrophe und keineswegs nur eine menschliche  Tragödie ist.
    • Schließlich frage ich mich, was eine politische Flüchtlingsarbeit sein könnte und wie die gegenwärtige Haltung der Mehrheit der professionellen SozialarbeiterInnen einzuschätzen ist.

Pressemitteilung des Bündnis gegen Rassismus anlässlich des Suizids eines Geflüchteten

An dieser Stelle dokumentieren wir eine Pressemitteilung des Bündnisses gegen Rassismus, anlässlich des Suizids eines geflüchteten Menschen:

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Pressemitteilung: Geflüchteter stürzt sich in den Tod  

Bündnis gegen Rassismus - 14.07.2015

Berlin Kreuzberg, Oranienstraße. Geflüchteter stürzt sich in den Tod.

Weiterlesen: Pressemitteilung des Bündnis gegen Rassismus anlässlich des Suizids eines Geflüchteten

Migrationspolitisches Festival "Die widerspenstige Internationale"

Ein kurzer Veranstaltungshinweis:

Vom 16. bis 25. Juli findet in Berlin das migrationspolitische Festival «Die widerspenstige Internationale» statt, organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung - es gibt etliche Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Film, Workshops, Kunst & Kultur. 

Hier der Link zu ausführlicheren Infos & Terminen.

Brandstifter identifiziert

Auszug aus dem Thomé Newsletter vom 27.3.14:

Die Brandstifter. Rechte Hetze gegen Flüchtlinge
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Dann möchte ich auf eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung hinweisen.
Aus deren Text: 

„Menschenverachtende Hetze auf Facebook, rassistische Aufmärsche und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte: In Deutschlandweit ist derzeit eine erschreckende Entwicklung zu beobachten, bei der Flüchtlinge wieder verstärkt zum Ziel von Vorurteilen, Hetze und Gewalt werden. Allein zwischen dem 1.01.2014 und dem 19.02.2014 wurden in Deutschland 20 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verübt.

Sie gehen immer gleich vor: Getarnt als harmlose besorgte Bürger machen Rechtsextremisten gegen Flüchtlingsunterkünfte mobil und versuchen rassistische Ressentiments in der Nachbarschaft anzustacheln. Mit fatalen Folgen: Anschläge und Übergriffe häufen sich. Eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung und von PRO ASYL klärt über das Vorgehen der rechten Hetzer auf

Die Infos gibt es hier: http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/hetze/die-brandstifter-rechte-hetze-gegen-fluechtlinge/

RASSISMUS IN DER PRAXIS DER SOZIALARBEIT

RASSISMUS IN DER PRAXIS DER SOZIALARBEIT

Autor: Moussa Dieng


Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff Rassismus oft mit »Ausländerfeindlichkeit« oder »Gewalt gegen Ausländer« gleichgesetzt. Dabei steckt viel mehr hinter diesem Phänomen. Rassismus kann in zahlreichen Erscheinungsformen auftreten, von welchen einige offen­ sichtlicher bzw. sichtbarer sind als andere.


RASSISMUS IN DER PRAXIS ALS SOZIALARBEITER

Trotz der Tatsache, dass ich zu den ­jenigen Menschen zähle, welchen der Migrationshintergrund – bedingt durch meine dunklere Hautfarbe – quasi ins Gesicht geschrieben steht, habe ich in meiner Kindheit keine nennenswer­ten Rassismus- bzw. Diskriminierungs­erfahrungen sammeln müssen. So entwickelte ich in meiner Jugend eine sozialromantische Haltung zum Thema Rassismus und war optimistisch, dass dieses Thema mit meiner Generation aussterben und spätestens im Jahr 2020 keine Rolle mehr spielen würde. Mit der Aufnahme meiner beruflichen Tä­tigkeit war diese »Schonphase« aller­dings vorbei. In meinem Umfeld sowie in Netzwerksitzungen zu den Themen Migration und Integration fallen häu­fig grenzwertige Äußerungen und Be­merkungen von Kolleg/-innen, welche diese selbst kaum noch als Rassismus wahrnehmen. Von Bedenken gegenüber der Beschäftigung von »Kopftuchfrau­en« über rassistische Berichterstattun­gen über Türk/-innen als Paradebeispiel für eine gescheiterte Integration und »die HIV-positiven, schwer drogen ­abhängigen Schwarzafrikaner, die an jeder Ecke dealen«, bis hin zur wenig empathischen Überzeugung, dass »die meisten Zuwanderer/-innen doch nur nach Deutschland kommen, um die Hand aufzuhalten!«, wurden seitens vermeintlich professioneller Fachkräfte Aussagen getätigt, die nicht gerade für interkulturelle Kompetenz und kultu­relle Sensibilität sprechen. Ebenso hört bei vielen sich selbst als tolerant und rassismuskritisch bezeichnenden ein­heimischen Kolleg/-innen die Toleranz und Weltoffenheit auf, wenn die eige­ne Tochter einen Muslim heiraten will. Zum Schutz der Tochter vor Unterdrückung und Gewalterfahrungen, ver­steht sich.

Ein Beispiel bezieht sich auf meine vor­malige sechsjährige Tätigkeit in einer Einrichtung der stationären Jugend ­hilfe. In der Einrichtung hat eine junge Frau mit einer massiven Lernbehinde­rung gelebt, welche kurz vor Vollen­dung ihres achtzehnten Lebensjahres einen jungen Mann aus dem Libanon kennenlernte. Der junge Mann ist zum damaligen Zeitpunkt 22 Jahre alt ge­wesen. Nachdem die beiden ungefähr ein halbes Jahr in einer festen Bezie­hung gelebt haben, planen sie ganz schnell zu heiraten. Ich erinnere mich in diesem Kontext an eine Teambespre­chung, in welcher die Teammitglieder ihre rassistischen Bedenken äußern: »Wir können sie nicht ins offene Mes­ser rennen lassen!«, »Die glaubt die ganze Zeit, er liebt sie, dabei will der sich nur seinen Aufenthalt sichern!«, »Wir müssen was tun!« Ohne ein Ge­spräch mit den Beteiligten zu suchen, werden der Amtsvormund der mittler­weile volljährigen jungen Frau und der Kontaktpolizist im Stadtteil der Ein­richtung von der vermeintlichen »un­wissentlichen Scheinehe der Bewohne­rin« informiert. Ein Tag später: Der junge Mann wird ins Büro der Betreu­er/-innen zitiert und auf den Verdacht des Teams angesprochen. Der junge Mann zückt seinen Ausweis: »Ich bin in Deutschland geboren, ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit! Warum müssen immer alle so verdammt rassis­tisch sein?" unten klicken zum Weiterlesen...

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