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Prekarisierung in der Sozialen Arbeit


Beiträge, die sich mit den verschiedenen Tendenzen und Folgen der

Prekarisierung der Sozialen Arbeit unter den neoliberalen Bedingungen der Gegenwart befassen

Redaktion: Wilfried Nodes


Prekarisierung - Einleitung

 Auszug aus "Schwarzbuch der Sozialen Arbeit (Seithe, 2011)

Schaffung und Duldung prekärer Arbeitsplätze

Obwohl prekäre Arbeitsplätze in unserer Gesellschaft insgesamt drastisch zu genommen haben, finden sie sich gehäuft im Bereich der sozialen Dienstleistungen und treffen vorrangig Menschen mit sozialen Problemlagen und biografischen Brüchen.

Das Prekariat macht vor der Sozialen Arbeit nicht halt (vgl. z.B. Buestrich/Wohlfahrt 2008). Damit haben die professionellen Sozialarbeitenden etwas gemein mit ihrer Klientel.

Prekäre Arbeitsplätze im Bereich der Sozialen Arbeit haben vielfältige Erscheinungsformen:

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Beschäftigung und Soziale Arbeit – zwischen Prekarisierung und wachsendem Bedarf

Redaktion: Wilfried Nodes

 

Bezogen auf die Zahl der Gesamt-Beschäftigten im Sozialen Bereich gibt es letztendlich keine abgesicherte Datengrundlage. Sowohl das Statistische Bundesamt, wie auch die Arbeitsagentur beziehen sich auf ein System sogenannter Berufskennziffern. Bezogen auf die sozialen Berufe sind diese in den Ziffern 861 (Sozialarbeiter, Sozialpfleger)[1], 862 (Heimleiter, Sozialpädagogen)[2] und 863 (Kindergärtnerinnen, Kinderpflegerinnen)[3] zusammen gefasst.

Die Zuordnung der Beschäftigten zu diesen Berufskennziffern ergibt sich bei der Bundesagentur für Arbeit jedoch nicht aus einer Verbindung zwischen abgeschlossenem Beruf und konkretem Beschäftigungsfeld, sondern aus bestimmten Tätigkeitsfeldern, denen dann bestimmte Berufe zugeordnet werden.
In Beschäftigungsbereichen, wie etwa den Sozialdienst in Kliniken oder in der Bewährungshilfe, werden soziale Berufe gar nicht erst geschlüsselt, weil entsprechende Tätigkeitsfelder und -Schlüssel außerhalb der engeren Bereiche der sozialen Arbeit nicht vorgegeben werden. Darüber hinaus beruhen die Angaben auf Meldungen der Arbeitgeber, die in der Schlüsselung der jeweiligen Tätigkeit relativ „frei“ sind. Vor diesem Hintergrund kommt die Bundesagentur auf wesentlich niedrigere Zahlen, als die sich über konkrete Stichprobenbefragungen ergebenden Daten des Mikrozensus.

Ob in bestimmten Feldern z.B. SozialarbeiterInnen oder ErzieherInnen tätig sind, lässt sich sowohl beim Mikrozensus, wie bei der Bundesagentur für Arbeit nur darüber eingrenzen, ob eine akademische Ausbildung vorhanden ist oder nicht.

Eine Verbesserung der Datensituation, insbesondere bei der Bundesanstalt für Arbeit wird sich ab 2012 mit der Umstellung auf ein neues präziseres Berufskennziffernsystem ergeben, wobei auch dieses, bezogen auf die Soziale Arbeit, große systematische Lücken erkennen lässt.

Bei Fachkräften in der Jugendhilfe kann zusätzlich auf die Daten des Mikrozensus und deren Bearbeitung durch die „Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik“zurückgegriffen werden. Weiterhin führt die freie Wohlfahrtspflege eine eigene Statistik[4].

Wichtige Angaben, wie z.B. zur Höhe der Einkommen, den Anteil von Beamten oder Selbständigen, usw. lassen sich einzig, und das nur in Ansätzen, über den Mikrozensus oder andere Untersuchungen ermitteln.

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