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Kundgebung am 19.3.2013 in Berlin

Weitere Reden auf der Kundgebung:

am Potsdamer Platz sprachen Praktiker_innen aus verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit:

Begrüßungsrede auf dem Alexanderplatz - Beate Köhn

Berliner Rede auf dem Potsdamer Platz - Prof.Dr. Hans Thiersch

Jugendarbeit - Ragnar Fritz

ambulante Erziehungshilfen - Jessica Ebert

stationäre Unterbringung - Julia Forgber

Schulsozialarbeit - Michael Siegel

 

Internationaler Tag der Sozialen Arbeit am 19.03.2013

Hier ein kurzer Rückblick auf die Demo in Berlin am 19.03.2013:

Prof. Hans Thiersch: Rede auf der Abschlusskundgebung am 19.3.2013 auf dem Potsdamer Platz

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Rede von Prof.Dr.Hans Thiersch am 19.3.2013

Wir sind zornig und empört

im Namen der Not unserer AdressatInnen, der Kinder, der jungen Menschen, der Familien, der Menschen, die am Rand der Gesellschaft in Not und Exklusion leben und die Unterstützung bräuchten.

Wir sind zornig und empört

im Namen unseres Arbeitsauftrags, Unterstützungen zu leisten im Zeichen des Sozialstaatspostulats und in den professionellen Standards, weil uns dazu die Ressourcen fehlen.

Wir sind zornig und empört,

weil wir, was wir tun müssten und tun sollten und tun könnten, zu oft nicht tun können.

Die Not ist groß in unserer Gesellschaft und wächst. Gewiss nicht in allen Gruppen, nicht in allen Gegenden. Viele kommen zurecht in den gegebenen Verhältnissen. - Aber dies ist kein Einwand gegen den Skandal, dass in unserer gespaltenen Gesellschaft große Gruppen in Not, in nackter Not leben – die Armen, die auf Hartz IV oder auf Billiglohn Angewiesenen, die Alleinerziehenden, die Familien mit vielen Kindern, die Menschen mit Migrationshintergrund, die Flüchtlinge, die Menschen in psychischer Bedrängnis oder in Wohnungslosigkeit. Und: Angst und Perspektivlosigkeit dringen bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft vor und schaffen Ängste, Verunsicherung und Panik.

Die Not ist groß, auch in der Sozialen Arbeit; sie wächst. - Gewiss, auch hier ist die Not nicht überall gleich, die Unterschiede in den Arbeitsfeldern und Aufgaben, in den Städten, in den Regionen sind beträchtlich. Es gibt neue Aufgaben, weiterführende Konzepte, Modelle von „best practice“. - Aber dies ist kein Einwand gegen den Skandal, dass in unserer immer noch reichen Gesellschaft in der Sozialen Arbeit unzulängliche Arbeitsbedingungen herrschen in vielen Gegenden, Städten und Stadtbezirken und in vielen Arbeitsfeldern, im ASD, in den Erziehungshilfen, in der Jugendpolitik, in der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund, in der Stadtteilarbeit, in den Zonen besonderen Elends.

 

aktueller Aufruf zum 19.3.2013

Aufruf zum 19. März 2013:
Kommt  alle!
Bringt eure Kritik und Forderungen auf Transparenten mit!
Schreibt sie auf, damit wir sie am Ende sammeln und veröffentlichen können.
Bringt Instrumente mit: Pfeifen, Tröten, Trommeln, Sparschweine – alles was Krach macht.
Lasst euch Aktionen einfallen, zeigt, dass wir lebendig sind und man mit uns rechnen muss!
Bringt ‚rote Xe’ mit und zeigt, dass es bei euch niX zu kürzen und zu sparen gibt.
Hängt ein rotes ‚X‘ an eure Einrichtungen.
Sprecht Eure Kolleg/inn/en an, zur Demonstration zu kommen.
Bitte leitet diesen Aufruf weiter und informiert eure Arbeitskreise und Netzwerke!

Ablauf der Demonstration

Am Startpunkt der Demo auf dem Alexanderplatz (Weltzeituhr) treffen wir uns ab 15.30 Uhr. Um 16.15 Uhr geht es Richtung Potsdamer Platz los. Wir hoffen auf einfallsreiche und kreative Ideen für die Demo! Der Demonstrationszug wird ca. 18.00 Uhr am Potsdamer Platz sein.

Dort erwartet uns Prof. Hans Thiersch als erster Redner. Er ist ein konsequenter Vertreter einer professionellen wie parteilichen Sozialen Arbeit. Er wird uns noch einmal deutlich machen, dass und warum es sich lohnt, um unsere Profession und um die Erhaltung menschlicher Werte in der Sozialen Arbeit und in der Gesellschaft zu kämpfen. Anschließend tragen SozialarbeiterInnen aus verschiedenen Arbeitsfeldern Statements und Forderungen vor.

Zum Abschluss der Kundgebung werden wir die Forderungen der DemonstrationsteilnehmerInnen sammeln. Sie werden auf die UFo-Internetseite www.einmischen.com gestellt. Wir werden Politik, Medien und Öffentlichkeit mit unseren Forderungen konfrontieren.

vollständiger Aufruf

MISCHT EUCH EIN !