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Blog einmischen (Unabhängiges Forum kritische Soziale Arbeit)

Migrationspolitisches Festival "Die widerspenstige Internationale"

Ein kurzer Veranstaltungshinweis:

Vom 16. bis 25. Juli findet in Berlin das migrationspolitische Festival «Die widerspenstige Internationale» statt, organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung - es gibt etliche Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Film, Workshops, Kunst & Kultur. 

Hier der Link zu ausführlicheren Infos & Terminen.

Auch die Wissenschaft geht durch die neoliberale Mangel

Gefunden:

Was Wissenschaftsbetrieb und Wissenschaft  heute bedeuten, wird klar, wenn man sich folgende Zeitungsausschnitte ansieht: 

Kracht web

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Kinder- und Jugendhilfe im Sinkflug

Heute erreichte uns ein Brief von Matthias Heintz vom Bündnis Kinder- und Jugendhilfe - für Professionalität und Parteilichkeit.

Er berichtet von einer Tagung im Herbst, in der die neoliberalen Praktiken, die in vorauseilendem Gehorsam schon längst von vielen Kommunen übernommen wurden, für die Jugendämter nun verbindlich festgezurrt werden sollen. 

„Der Schaden, der durch die bereits seit gut 20 Jahren herrschende Neoliberalisierung der Sozialen Arbeit … angerichtet wurde“ so stellen Otto und Ziegler (2012) fest, „wird in der offiziellen Fachwelt und ebenso von den politischen Verantwortlichen schlicht negiert. Vielmehr herrscht die Meinung vor, dass noch mehr Steuerung erforderlich sei“.

Während noch vor wenigen Wochen die Ministerin Monika Bachmann (diesjährige Vorsitzende der Jugendminsterkonferenz) dem Bündnis auf die Übersendung eines bundesweiten Aufrufes zu einem Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe geantwortet hat, dass das Ministerium an einer fachlich guten und für die Kinder- und Jugendlichen hilfreichen Kinder- und Jugendhilfe interessiert sei, werden spätestens auf dieser Tagung Nägel mit Köpfen gemacht. Modell ist nach wie vor Hamburg. 

Wer kann sich noch an die 1. Mahnwache am 4.11.11 erinnern?

        web der Meister predigt dem Vol

Zitat Pörksen: 

„Es geht darum, die Hilfen zur Erziehung zu verbessern, nicht, sie abzubauen.“

Hier der Brief vom Kollegen Heintz:

Weiterlesen: Kinder- und Jugendhilfe im Sinkflug

Sanktionen - und wer sie richtig findet

Sanktionen gegen Menschen sind eine spezifisches Merkmal des Umgangs mit Menschen im Neoliberalismus.

Die Vorstellung von einer angebliche Notwendigkeit von Sanktionen gegen sozialbenachteiligte und/oder hilfebedürftige Menschen, die nicht "spuren" und mit ihrer Gegenleistung "nicht rüber kommen", gibt es längst auch in der Kinder- und Jugendhilfe und im gesamten Bereich der Sozialen Arbeit.

hier ein aktueller Ausschnitt aus dem jüngsten Newsletter von Harald Thomé (17/15 vom 6.7.):

 

Anhörung im Bundestag zu Sanktionen

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Am 29.06. gab es im Ausschuss für Arbeit und Soziales eine öffentliche Anhörung zu den SGB II – Sanktionen, dort sprachen sich die Obrigkeitsvertreter für die Beibehaltung von Sanktionsmöglichkeiten im SGB II aus. Vertreter aus dem Bereich der Wirtschaft nannten das System der Sanktionen ausgewogen. Auch Landkreistag und Städtetag sprachen sich – ebenso wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) – gegen eine generelle Abschaffung oder ein Moratorium der Sanktionen aus. Klare Ablehnung kam von der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, aber auch von der Diakonie Deutschland sowie der Nationalen Armutskonferenz. Weitere Infos dazu: http://sozialberatung-kiel.de/2015/06/30/streit-um-sgb-ii-sanktionen/ und hier:http://tinyurl.com/orpq4f8 , die Wortprotokolle gibt es hier: http://tinyurl.com/qj8cae8

An der Stelle nochmal der Hinweis, unter Bezugnahme auf den Gothaer Vorlagebeschluss zum BVerfG sollten alle Sanktionsbetroffenen gegen kommende Sanktionen Widerspruch einlegen und bis Jan. 2014 Betroffene Überprüfungsantrag, falls das BVerfG feststellen sollte, dass Sanktionen teilweise rechtswidrig waren. 

Dazu fällt mir eine Untersuchung von Ziegler und Mohr (2012) ein, in der diese zu dem Ergebnis gekommen sind, dass inzwischen  ein Drittel der befragten Fachkräfte der Sozialen Arbeit (730 befragte) dafür plädieren, "dass SozialpädagogInnen ihre KlientInnen stärker dazu erziehen sollten, sich anständig zu benehmen" und das Disziplin und Ordnung durch die Soziale Arbeit wieder stärker betont werden sollten. 

 

Weiße Fahnen an den Berliner Jugendämtern

Hier einige Beispiele von der "Weiße Fahnen" Aktion gestern

 

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Solidaritätserklärung UFo, AKS Berlin & DBSH Berlin mit der Weiße Fahnen Aktion der Kolleg*innen der RSDs

Berlin, Juni / Juli 2015

Solidaritätserklärung des Unabhängigen Forums kritische Soziale Arbeit, des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit Berlin und des DBSH Berlin mit der Weiße-Fahnen-Aktion der Kolleg*innen aus den Berliner RSDs:

Wir sind Fachleute der Sozialen Arbeit, die Verantwortung für Kinder, Jugendliche, und Menschen in schwierigen Lebenslagen tragen.

Wir möchten unsere Wut und Verärgerung über den Fortgang der Ökonomisierung in der Kinder- und Jugendhilfe laut und deutlich äußern. Auf dem Rücken von Kindern, Jugendlichen, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, jungen Volljährigen, Eltern und den Mitarbeiter*innen der Berliner Jugendämter, wird weiterhin nicht nach fachlicher Notwendigkeit, sondern nach vorgeschriebener Finanzlage entschieden. Es werden negative Folgen und irreparable Schäden billigend in Kauf genommen.

Weiterlesen: Solidaritätserklärung UFo, AKS Berlin & DBSH Berlin mit der Weiße Fahnen Aktion der Kolleg*innen...

Weiße Fahnen Aktion am 1. Juli

Am 1. Juli werden erneut Weiße Fahnen aus den Fenstern von Berliner Jugendamts-Mitarbeiter*innen wehen, um öffentlich sichtbar gegen die katastrophale Situation im Jugendamt zu protestieren. Als Zeichen der Solidarität und der Betroffenheit mit der Arbeitsüberlastung und somit Einschränkung der Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungsarbeit für Kinder, Jugendliche, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und junger Volljähriger in Krisensituationen, fordern wir zur Beteiligung an der Weiße Fahnen Aktion auf! Hängt am Mittwoch weiße Fahnen aus Euren Fenstern und zeigt deutlich "Sparen am Sozialen? Nix da!" Wir stellen uns quer! Wir fordern eine auskömmliche Ausstattung der Kinder-und Jugendhilfe. Der erste Schritte ist eine angemessene Personalausstattung der Jugendämter!

Aktuelles zur Abschaffung der Profession Soziale Arbeit

Die weiter unten abgedruckte Stellenausschreibung des Schul- und Sportamtes eines Berliner Bezirkes fiel mir gerade in die Hände.

Mein Fazit:

Auf die Idee, dass es sich hier - vor allem auch bei den hier als fachfremd titulierten Kompetenzen - um klassische Sozialarbeit handeln könnte, kommt niemand. 

Dass im Rahmen dieser Aufgaben Kontakte mit den betreffenden Jugendlichen unumgänglich sind und dafür interaktive Kompetenzen und eine den Jugendlichen zugewandte Haltung gebraucht werden, ist ohnehin wohl niemandem klar. Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz, die gefordert werden, sind nicht näher beschrieben, weden sich aber vor allem auf die Interaktionsfähigkeit mit Ämtern, Behörden etc. beziehen. 

1. Schritt (allgemein zu beobachten):

SozialarbeiterInnen machen Verwaltungsaufgaben

d.h. bedeutet, Soziale ARbeit wird für sich ihren eigentlichen Aufgaben und ihrer Ethik entfremdet und nimmt immer mehr Züge von Ordnungspolitik und Verwaltung an. 

2. Schritt (nicht verwunderlich aber hier wunderbar zu sehen):

Verwaltungsleute machen Soziale Arbeit

d.h.: Was übrig bleibt können dann aber Verwaltungsleute sowieso viel besser. 

Und damit gehört die Soziale Arbeit der Vergangenheit an?

Aber lest selbst:

Weiterlesen: Aktuelles zur Abschaffung der Profession Soziale Arbeit